Vorsicht bei Levothyroxin und Metformin

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Berlin -

Etwa jeder zweite Deutsche leidet an einer Funktionsstörung der Schilddrüse. Behandelt wird beispielsweise mit Levothyroxin, das nicht nur mit Mineralstoffen und Antazida in Wechselwirkung tritt. Nicht auszuschließen ist auch ein Einfluss auf das Antidiabetikum Metformin.

Fall: Verordnet sind Metformin und Levothyroxin. Das Schilddrüsenhormon ist zum ersten Mal rezeptiert und wird neu angesetzt. Metformin wird seit Längerem eingenommen, da die Blutzuckerspiegel trotz Diät und Bewegung erhöht sind.

Analyse: Levothyroxin kann die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin vermindern. Betroffen sind außerdem Antidiabetika wie Glimepirid, Glibenclamid oder Insulin. Zudem steht Metformin im Verdacht, in Kombination mit dem Schilddrüsenhormon den TSH-Spiegel zu senken.

Levothyroxin ist in verschiedenen Wirkstärken auf dem Markt und kann zur Behandlung verschiedener Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt werden. Dazu zählt die Schilddrüsenhormonsubstitution bei Hypothyreose. Den Patienten wird dann das synthetische L-Thyroxin verabreicht, das der körpereigenen Substanz in seiner Wirkung ähnlich ist. Die Einnahme sollte eine halbe Stunde vor dem Frühstück mit Leitungswasser erfolgen.

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