Repetitorium Blutgerinnung

Vorsicht bei ASS und Vitamin E

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Berlin -

Nahrungsergänzungsmittel und Vitamin-Präparate stehen bei vielen Patienten hoch im Kurs, auch wenn der Einsatz der Supplemente umstritten ist. Sicher ist jedoch, dass die Gesundheit aus dem Blister auch Gefahren bergen kann – bei der Einnahme sollte auf Wechselwirkungen mit Dauermedikationen geachtet werden. Vorsicht ist beispielsweise bei Acetylsalicylsäure (ASS) zur Blutgerinnungshemmung und Vitamin E geboten.

Fall: Ein älterer Kunde hat in einer Zeitung gelesen, dass Vitamin E die Zellen schützen soll und so Entzündungen gemindert werden können. Er leide unter Gelenkbeschwerden und hoffe durch die Einnahme auf Besserung, so könne er auf klassische Schmerzmittel verzichten. Im Gespräch mit der PTA gibt der Kunde an, niedrig dosiertes ASS einzunehmen.

Analyse: Vitamin E kann die Wirkung von Arzneimitteln, die zur Blutgerinnungshemmung eingesetzt werden, verstärken und so das Blutungsrisiko erhöhen. Dies gilt sowohl für Thrombozytenaggregationshemmer als auch für Antikoagulantien.

ASS zählt zur Gruppe der nicht-steroidalen-Antirheumatika (NSAR) und hemmt die Cyclooxygenase-1 (COX-1). In der Dosierung zu 100 mg wird das Arzneimittel zur Standardtherapie von instabiler Angina pectoris oder akutem Myokardinfarkt eingesetzt. Außerdem können ASS-Präparate ebenfalls zur Reinfarktprophylaxe oder nach arteriellen gefäßchirurgischen Eingriffen eingesetzt werden. Patienten nehmen die Tabletten einmal täglich nach einer Mahlzeit ein, sofern diese nicht magensaftresistent überzogen sind.

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