Wie war das noch mit ASS und Ibuprofen?

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Berlin - Mehrmals täglich kommen Kunden und verlangen nach Schmerzmitteln wie Ibuprofen. Der Wirkstoff birgt jedoch Kontraindikationen und Wechselwirkungen. Unter anderem geht das Analgetikum in Konkurrenz mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure. Warum das Problem auftritt und wie es einfach umgangen werden kann, schildert der folgende Fall.

Fall: Ein Kunde klagt über starke Rückenschmerzen und verlangt nach einem Ibuprofen-haltigen Präparat. Einen Termin beim Orthopäden habe er erst in einigen Tagen bekommen und nun müsse er die Zeit bis dahin überbrücken. Er beschreibt die Symptome eines Hexenschusses und hofft auf etwas Linderung. Außerdem benötigt er auch Acetylsalicylsäure (ASS) zur Blutverdünnung. Sein Kardiologe habe das Medikament zur Thromboseprophylaxe angesetzt.

Analyse: Beide Wirkstoffe sollten nicht zusammen eingenommen werden. Es ist eine Interaktion möglich, daher sollte der Kunde einen zeitlichen Abstand zwischen den Medikationen einhalten oder auf ein anderes Schmerzmittel ausweichen. Ibuprofen kann die Wirkung des niedrig dosierten ASS auf die Thrombozytenaggregation hemmen.

Beide Arzneistoffe zählen zur Gruppe nicht-steroidalen-Antirheumatika (NSAR) und hemmen die Cyclooxygenase-1 (COX-1). Wird Ibuprofen zeitlich vor ASS eingenommen, besetzt es die Rezeptoren, an die auch der blutverdünnende Wirkstoff andocken würde. In der Folge bleibt die Hemmung der Thrombozytenaggregation aus oder kann vermindert sein.

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