OTC-Arzneimittel

Schmerzmittel-Check in der „Bild“

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Berlin -

Die Bild-Zeitung hat freiverkäufliche Schmerzmittel unter die Lupe genommen. Neben der Wirkweise von Ibuprofen, Paracetamol & Co. werden Nebenwirkungen und Indikationen beschrieben. Die fachliche Beratung übernahm der Arzt Dr. Michael Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

Mehr als 500 Millionen Euro setzen Apotheker jährlich mit OTC-Analgetika um. Da sich die Wirkstoffe der Schmerzmittel unterscheiden, gibt das Boulevardblatt mit kurzen Steckbriefen eine Übersicht zu Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Naratriptan und Paracetamol.

Ibuprofen wirkt Bild zufolge, indem Botenstoffe gehemmt werden, die bei Schmerzen und Entzündungen freigesetzt werden. Eingesetzt werden kann das Arzneimittel bei Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Zahn- und Regelschmerzen. Höher dosiert helfe es auch bei Gelenkschmerzen. Zwei bis drei Stunden wirke das Präparat. Bild listet zudem eine Reihe Nebenwirkungen – schwere allergische Hautreaktionen, Ödeme, Schwindel – und warnt vor Wechselwirkungen mit Acetylsalicylsäure.

Naproxens lange Wirkzeit von bis zu zwölf Stunden wird von der Zeitung hervorgehoben. Einsatzgebiete können etwa rheumatische Schmerzen und Gicht sein. Es drohen als Nebenwirkung jedoch Magen-Darm-Erkrankungen.

Mit Verzögerung von bis zu einer Stunde trete die Wirkung von Diclofenac ein, die dann etwa vier Stunden anhalte; bei Retard-Tabletten sogar bis zu zwölf Stunden. Das Präparat wirke vor allem bei Gelenkschmerzen, rheumatischen Schmerzen, Rückenschmerzen und Prellungen. Für Personen mit Magengeschwüren sei das Medikament daher nicht geeignet, so Bild.

Paracetamol sei „eines der sichersten, aber auch schwächsten Schmerzmittel“. Es werde in Kombination mit Koffein und Acetylsalicylsäure gegen Kopfschmerzen empfohlen. Gegen entzündungsbedingte Schmerzen könne es jedoch „nichts ausrichten“, informiert die Bild. Bei einer Überdosierung bestehe die Gefahr von Nebenwirkungen; Bild nennt Leber- sowie Nierenschäden.

Die Boulevardzeitung gibt zudem Tipps, wie die Schmerzmittel einzunehmen seien. Geraten wird, die Medikamente mit Nahrung und viel Wasser zu schlucken, um Magen-Darm-Beschwerden vorzubeugen. Ohne ärztliche Rücksprache sollten die Analgetika höchstens vier Tage hintereinander eingenommen werden. Schließlich verweist Bild Chroniker doch noch an den Apotheker oder Arzt: „Wer wegen einer chronischen Erkrankung Medikamente nimmt, sollte zusätzliche Schmerzmittel immer mit dem Arzt/Apotheker absprechen, sonst drohen schwere Wechselwirkungen.“

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