Eine junge Patientin wandte sich mit einem Ausschlag im Gesicht an ihren Hausarzt. Nachdem sie alle Symptome geschildert hatte, wurde sie mit einer Verordnung über eine Lippenherpescreme wieder weggeschickt. Richtig ernst genommen fühlte sie sich dabei nicht. Erst in der Apotheke wurde sie umfassend beraten. „Ich fühlte mich dort besser aufgehoben als bei meinem eigenen Hausarzt“, stellt sie klar.
Ein Ausschlag mit Bläschen im Gesicht machte Jaquelyn.rmn, wie sie sich in den sozialen Medien nennt, Sorgen. Deswegen suchte sie ihren Hausarzt auf und schildert in einem TikTok-Video ihre Erfahrung. Sie macht deutlich: „Ich vertraue mittlerweile einem Apotheker mehr als einem richtigen Arzt.“ Unter dem Motto „Das Gesundheitssystem ist einfach anders wild“ klagt sie darüber, dass sie sich nicht ernstgenommen fühlte und erst in der Apotheke richtig beraten wurde.
„Ich war gerade bei meinem Hausarzt, wegen meinem Gesicht, weil ich ja hier diesen ganzen Ausschlag bekommen habe“, so Jaquelyn.rmn im Video. „Das sind alles Bläschen, die ich bekommen habe“, erklärt sie weiter. Sie habe dem Arzt die gesamte Symptomatik beschrieben. „Ich habe versucht zu sagen, könnte es ein Herpes sein, könnte es in Richtung Gürtelrose gehen, man nimmt den Arzt schon an die Hand und dann bekomme ich eine Creme verschrieben gegen Lippenherpes“, so die TikTokerin weiter.
Obwohl sie erwähnt habe, dass sie zusätzlich unter Schwindel und Übelkeit leide, sei sie nicht weiter dazu vom Hausarzt beraten worden. „Dann ging ich runter zur Apotheke, gebe das Rezept ab und sage: Wenn es noch eine andere Creme gibt, die besser hilft, dann geben sie mir die gerne“, so Jaquelyn.rmn weiter. „Da sagt der Apotheker zu mir, dass die Creme, die der Arzt verschrieben hat für den Ausbruch von Lippenherpes ist.“ Er habe ihr dann eine andere Creme empfohlen, die für das Abheilen des Ausschlags sorgen würde. „Genau das wollte ich hören.“
Sie lobt den Apotheker: „Er war einfach mal jemand, der sich damit beschäftigt und scheinbar mehr Ahnung hat.“ Im gleichen Atemzug schilderte sie ihm abermals auch ihre anderen Symptome und dass sie das Gefühl habe, ihr „ganzer Körper streikt“. Sie bekam daraufhin zusätzlich noch eine Sieben-Tages-Kur für das Immunsystem empfohlen.
Sie wisse nicht, welche Meinung oder Empfehlung nun stimme, aber: „Ich fühle mich bei dem Apotheker jetzt schon besser aufgehoben als bei meinem eigenen Hausarzt“, so Jaquelyn.rmn. Sie habe sich an ihren Arzt gewandt, weil sie Hilfe brauchte. Er habe das abgetan als sei es „das Normalste der Welt“, dass eine 31-Jährige unter solchen Symptomen leide.
Eine Gesichtsrose wird durch Herpes Zoster ausgelöst und führt zu schmerzhaften Bläschen im Gesicht. Ursache ist eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das meist im Kindesalter die bekannten Windpocken auslöst und dann lebenslang im Körper verbleibt.
Bei Verdacht auf eine Gesichtsrose sollte immer eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden. Die Therapie mit antiviralen Wirkstoffen sollte so früh wie möglich erfolgen, da das Risiko für einen komplizierten Verlauf besteht.
Der Ausbruch einer Gesichts- oder Gürtelrose ist außerdem oft Ausdruck einer meist vorübergehenden Immunschwäche, die auch durch ein hohes Stresslevel ausgelöst werden kann.