Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1977 gesunken. Insgesamt 62 Apotheken machten im ersten Quartal ein für allemal die Lichter aus. Die Überbliebenen machen angesichts steigender Betriebskosten und weiterhin ausbleibender Honoraranhebungen vielerorts ernsthafte Gedanken um die Zukunft. Doch so schlimm, wie heute auf dem DAV-Wirtschaftsforum dargelegt, sei die Lage der Apotheken nicht, befinden erneut die Krankenkassen.
Der GKV-Spitzenverband bezeichnete die wirtschaftliche Situation der Apothekeneigentümer erneut als „insgesamt ziemlich gut“, wie es in einem aktuellen dpa-Beitrag heißt. Die stellvertretende Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis sagte: „Die Versorgung durch Apotheken ist nicht weniger geworden, sondern hat sich durch die Entscheidung der Apothekeninhaber auf weniger Standorte konzentriert.“
Der Umsatz steige schon allein aufgrund steigender Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kassen Jahr für Jahr, erläuterte Stoff-Ahnis. „Da ein Teil der Apotheken-Vergütung an den Medikamentenpreisen hängt, steigt auch die Vergütung der Apotheken laufend an.“ Die Summe, die aus den Portemonnaies der Beitragszahler jährlich an die Apotheken gezahlt wird, sei von 5,6 Milliarden Euro 2013 auf 7,1 Milliarden Euro 2024 gestiegen – also um 26 Prozent, so die Aussage der Kassen.
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