BIG direkt gesund hat entschieden, die geplante Fusion mit der Salus BKK nicht weiterzuverfolgen und die Kooperation zu beenden.
Die Verwaltungsratsspitze der BIG direkt gesund seien zu dem Schluss gekommen, dass die strategische Passung nicht gegeben sei, heißt es von der Kasse.
„Es war uns wichtig, die Situation im Vorfeld realistisch zu bewerten und eine Entscheidung zu treffen, die nachhaltig tragfähig ist“, erklärt der Verwaltungsratsvorsitzende Helmut Krause. Im Verlauf der Gespräche sei deutlich geworden, dass die jeweiligen Vorstellungen zur zukünftigen Ausrichtung sowie zur konkreten Ausgestaltung einer möglichen Zusammenarbeit nicht in ausreichendem Maße gegeben seien, so Vize Robert Leitl.
Die Verwaltungsräte der beiden Kassen hatten am 16. September einen Kooperationsvertrag beschlossen mit dem Ziel einer Fusion zum 1. Januar 2027. Durch die Fusion wäre die neue Krankenkasse mit dann rund 650.000 Versicherten im bundesweiten Kassenranking um sieben Plätze auf Rang 23 vorgerückt.
„Die Herausforderungen für gesetzliche Krankenkassen wachsen enorm: steigender Kostendruck, zunehmende Regulatorik sowie Anforderungen an Digitalisierung und Cybersicherheit. In größeren Organisationen können diese komplexen Aufgaben besser gestemmt werden. Deshalb ist die geplante Fusion für uns ein konsequenter Schritt, um unsere Zukunftsfähigkeit zu sichern“, erklärte Leitl damals.
Auch für die Salus BKK war die Zusammenführung ursprünglich eine strategisch wichtige Entscheidung: „Von Anfang an war klar: Wir passen hervorragend zusammen. Wir denken ähnlich, insbesondere bei den Themen Digitalisierung und Kundenausrichtung, und ergänzen uns auch betriebswirtschaftlich“, sagte Verwaltungsratschef Albrecht Ehlers. „Von zentraler Bedeutung war für uns, dass die erstklassige Betreuung unserer Versicherten auf hohem Niveau gesichert wird. Wir werden durch die geplante Fusion viele Synergieeffekte generieren, die unseren Kundenservice verbessern und ausbauen“, betonte Ute Schrader, Vorständin der Salus BKK.
Mit der Fusion würden die Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig weiter zu wachsen. Man wolle eine Kasse mit mindestens einer Million Versicherten schaffen, so Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund. Alle Arbeitsplätze in den beiden Kassen seien gesichert.
APOTHEKE ADHOC Debatte