Testkäufer in NRW: ASS und Marcumar

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Berlin -

Die Beratung in den Apotheken vor Ort wird von Testkäufern immer wieder auf die Probe gestellt. „Achtung Kontrolle“ heißt es gerade auch in Nordrhein Westfalen (NRW). Das pharmazeutische Personal wird in puncto Acetylsalicylsäure (ASS) und Phenprocoumon auf Herz und Nieren geprüft.

Testkauf die Zweite : Nachdem das Thema Schilddrüsenpräparate und Calcium in NRW durch ist, sind Pseudo Customer, die nicht immer gleich zu erkennen sind, nun zur Wechselwirkung zwischen ASS und Vitamin-K-Antagonisten unterwegs. Apothekenmitarbeiter müssen aber auch an die begrenzte Dosierung von Paracetamol denken.

„Eine Packung Aspirin, bitte!“ So könnte der Testkauf beginnen. Für eine leitliniengerechte Beratung sind die W-Fragen zu beantworten: Für Wen ist das Medikament? Wofür soll es eingenommen werden? Welche Symptome bestehen? Was wird außerdem noch eingenommen? Welche Krankheiten liegen vor?

Der Testkäufer benötigt das Arzneimittel für sich selbst gegen Kopfschmerzen. Im weiteren Gespräch stellt sich heraus, dass der Kunde auch einen Vitamin-K-Antagonisten einnimmt. In einigen Fällen kennt er den Namen des Arzneimittels, in anderen zeigt er den Ausweis zur Behandlung mit Antikoagulantien. Das generische Phenprocoumon und ASS sind jedoch kontraindiziert.

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