Magen-Darm-Therapeutika

Erhöhtes Sterberisiko bei PPI Deniz Cicek-Görkem, 07.07.2017 11:34 Uhr

Berlin - Die therapeutische Nutzung von Protonenpumpenhemmern ist in letzter Zeit in Verruf geraten. Neben unerwünschten Wirkungen wie Vitamin B12- und Magnesiummangel gibt es auch Hinweise für ein erhöhtes Risiko einer Demenz. Eine aktuelle Observationsstudie zeigt außerdem, dass die langfristige Einnahme von Säureblockern mit einem erhöhten Sterberisiko verbunden ist. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „BMJ Open” veröffentlicht.

Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis haben über einen Zeitraum von 5,7 Jahren etwa 6,5 Millionen US-Veteranen nachbeobachtet. Die primäre Kohorte bestand aus etwa 350.000 Teilnehmern, darunter etwa 276.000 Patienten, die zum ersten Mal Protonenpumpenhemmer (PPI) sowie etwa 73.000 Patienten, die erstmalig H2-Antagonisten einnahmen.

Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer waren männlich und das mittlere Alter betrug 61 Jahre. Die Patienten waren komorbide und hatten Erkrankungen wie beispielsweise Hypertension (65 Prozent), Hyperlipidämie (57 Prozent), GERD (29 Prozent) und Diabetes (26 Prozent).

Die zusätzlichen Kohorten bestanden aus insgesamt etwa 6,2 Millionen Teilnehmern. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen der PPI-Einnahme und dem Sterberisiko: Zum einen wurden PPI-Anwender mit Nicht-PPI-Anwendern verglichen. Zum anderen wurde das Risiko zwischen PPI-Anwendern mit Personen, die keine Säureblocker-Therapie bekamen, analysiert und mit dem Hazard Ratio (HR) bestimmt.

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