Säureblocker

PPI: Auslöser für B12-Mangel APOTHEKE ADHOC, 25.04.2018 15:17 Uhr

Berlin - Sie gehören zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln und wurden in der Vergangenheit stark kritisiert. Protonenpumpenhemmer (PPI) könnten Auslöser für Demenz sein und gar das Sterberisiko erhöhen. Eine weitere Schattenseite der wirkungsvollen Arzneistoffe ist das Auslösen eines Mangels an Vitamin B12.

Ein Mangel an Vitamin B12 zeigt sich unspezifisch. Symptome können Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sein. Die Folgen können neurologischer und psychiatrischer Natur sein und in einer Demenz enden. Mangelerscheinungen zeigen sich meist erst nach zwei bis drei Jahren, wenn die Speicher in Leber, Muskeln und Herz aufgebraucht sind. Bei Vitamin B12 handelt es sich um eine essentielle Substanz, die der Körper nicht selbst bilden kann.

Enthalten ist B12 vor allem in tierischen Lebensmitteln. Innereien, Fleisch und Fisch sind reich an dem Vitamin. Milchprodukte hingegen liefern nur wenig B12, Chlorella hat hingegen mehr zu bieten. Der Körper benötigt jedoch Magensäure, um das Vitamin aus der Nahrung freisetzen zu können. Die pH-abhängige Resorption über den Intrinsic Faktor wird bei gehemmter Magensäuresekretion ebenfalls beeinträchtigt.

PPI wie Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol sowie H2-Rezeptorblocker wie Ranitidin sind Magensäureblocker und stören so die B12-Aufnahme. PPI sind indiziert zur Behandlung von verschiedenen Ulzera und Helicobacter pylori im Rahmen der Triple-Therapie, zur Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Ulzera durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Refluxkrankheit und Ösophagitis sowie dem Zollinger-Ellison-Syndrom. Sie verhindern die Sekretion der Magensäure durch eine spezifische Hemmung der Protonenpumpe. Die verminderte Freisetzung der Magensäure ist reversibel. Die Wirkstoffe sind säureempfindlich und daher mit einem magensaftresistenten Überzug versehen. Daher können sie erst im Dünndarm resorbiert werden.

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