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Vorsicht bei Omeprazol und Clopidogrel Nadine Tröbitscher, 06.09.2017 14:42 Uhr

Berlin - Protonenpumpenhemmer sind aus der Selbstmedikation kaum wegzudenken. Die Wirkstoffe bergen zahlreiche Neben- und Wechselwirkungen – Vorsicht ist bei der Kombination von Omeprazol und Clopidogrel geboten.

Fall: Eine ältere Kundin klagt über Sodbrennen. Seit einigen Tagen verspüre sie ein Brennen hinter dem Brustbein und müsse sauer aufstoßen. Woher die Beschwerden kämen, könne sie nicht genau sagen, auch wenn sie nicht zum ersten Mal aufgetreten seien. In der Vergangenheit kam sie in der Selbstmedikation mit dem Protonenpumpenhemmer Omeprazol gut zurecht. Eine Packung zu sieben Kapseln würde sie kaufen, wenn sich das Arzneimittel mit dem neuen Medikament vertrage. Seit einigen Wochen nehme sie Clopidogrel ein.

Analyse: Von der gleichzeitigen Einnahme von Clopidogrel und Omperazol ist abzuraten. Der Protonenpumpenhemmer ist ein Inhibitor von CYP2C19 und nimmt somit Einfluss auf den aktiven Metaboliten von Clopidogrel. Auch eine zeitlich versetzte Einnahme von zwölf Stunden kann zu einer verminderten Exposition des aktiven Metaboliten führen.

Clopidogrel wird zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise Herzinfarkt, ischämischer Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusskrankheit. Außerdem können Erwachsene mit akutem Koronarsyndrom oder akutem Myokardinfarkt mit dem Thrombozytenaggregationshemmer behandelt werden. Die Patienten nehmen täglich eine Tablette zu 75 mg ein. Das Arzneimittel kann mit Acetylsalicylsäure kombiniert werd

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