Hautveränderungen unter PPI

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Berlin -

Unter der Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) kann es zu Hautreaktionen kommen. Darauf weist die britische Arzneimittelbehörde MHRA hin. Entsprechend wurden neue Warnhinweise in die Fachinformation aufgenommen.

Bislang gibt es laut MHRA sehr wenige Fälle, in denen Patienten unter Behandlung mit PPI einen subakut kutanen Lupus erythematodes (SCLE) entwickelten. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, bei der sich die Oberhaut in Blasen ablöst. In der Regel sind lichtexponierte Stellen betroffen.

Eine schwedische Studie kommt laut MHRA zu dem Schluss, dass das Risiko, an SCLE zu erkranken, unter PPI dreifach erhöht ist. Aus Dänemark liegen 19 Fallberichte aus 19 Jahren vor, von denen drei einen sicheren und 14 einen möglichen Kausalzusammenhang haben. 17 weitere Fälle von SCLE in Verbindung mit der Einnahme von PPI sind in der Literatur beschrieben.

Insgesamt hat die MHRA 36 Fälle identifiziert, in denen durch ein Absetzen der Magenmittel die SCLE verschwand, sowie vier Fälle, in denen die Symptome nach Wiederaufnahme der Therapie zurückkehrten.

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