Syrische Apotheker

Kurz vor dem Ziel fast gescheitert Eugenie Ankowitsch, 19.08.2017 08:30 Uhr

Berlin - Deutsche Bürokratie hat den syrischen Einwanderern Rami Joria und Rami Ali sowie der Brasilianerin Luciana Fahrat Hilst fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Kurz vor ihrem Ziel, endlich als Apotheker in Deutschland arbeiten zu dürfen, mussten sie trotz bestandener Prüfungen monatelang um ihre sicher geglaubte deutsche Approbation und Arbeitserlaubnis bangen.

Vor ziemlich genau zwei Jahren sind die drei ausländischen Apotheker in die Stern-Apotheke gekommen. „Zuerst standen die beiden jungen Männer in der Apotheke. Kurze Zeit später kam die Kollegin aus Brasilien dazu“, berichtet Heinrich Osmann. „Mein Sohn hat damals bereits die Führung der Apotheken übernommen. Deshalb hatte ich Zeit, mich um die drei zu kümmern.“ Sein Weg zum Apotheker sei auch nicht gerade verlaufen. Erst mit 27 Jahren habe er Abitur gemacht, mit 30 Jahren angefangen Pharmazie zu studieren. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man manchmal auch etwas Unterstützung braucht. Deshalb helfe ich gern jungen Menschen.“

Die beiden Syrer Rami Joria und Rami Ali kamen – anders als viele ihrer Landsleute – nicht als Flüchtlinge, sondern auf legalem Weg nach Deutschland. Sie haben sich bereits während ihres Pharmazie-Studiums in der syrischen Hafenstadt Latakia kennengelernt und später beschlossen, nach Deutschland auszuwandern. Denn einer der Beiden wurde sogar in Deutschland geboren. „Mein Vater hat seinen Facharzt in der ehemaligen DDR gemacht“, berichtet Joria. „Ich bin 1988 in Magdeburg zur Welt gekommen.“

Er selbst habe keine Erinnerung an die ersten beiden Lebensjahre in Deutschland. Doch sein Vater habe immer nur Positives über das Land berichtet. „Er hat fünf tolle Jahre in Magdeburg verbracht und viele Freundschaften geknüpft, die immer noch Bestand haben“, so der Pharmazeut. „Diese Menschen haben mir nun geholfen, hier Fuß zu fassen“. Seine Eltern seien zwar traurig gewesen, dass er Syrien verlässt, hätten aber Verständnis dafür, dass er sich eine bessere Zukunft in Deutschland aufbauen will.

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