Versandhandel

Fünf Apotheken-Optionen für Amazon Patrick Hollstein, 22.08.2017 15:18 Uhr

Berlin - Amazon und der Apothekenmarkt: Weltweit rätselt die Branche über die Pläne des Internetriesen für den Einstieg ins Arzneimittelgeschäft. Ist der Bereich nur ein Nebenkriegsschauplatz oder ein strategisches Segment? Nach einem Bericht von CNBC plant der US-Konzern den ganz großen Wurf: „1492“ lautet – offenbar in Anlehnung an die Entdeckung Amerikas – der Codename für das Projekt, das die gesamte Gesundheitsversorgung digitalisieren soll. Die Investmentbank Goldman Sachs hat fünf Szenarien für den Apothekenmarkt durchgespielt.

Im Großraum Seattle testet Amazon seit vergangenem November seinen Schnelllieferdienst „Prime Now“ für OTC-Medikamente und Gesundheitsprodukte; Partner ist die Apothekenkette Bartell Drugs. In Japan hat sich der Konzern mit den Filialisten Cocokara Fine und Matsumotokiyoshi zusammengetan, in München gibt es eine Kooperation mit Bienen-Apotheker Michael Grintz. Auch in anderen Ländern treibt die Branche das Thema um: Was will Amazon? Wie sollte sich die Branche am besten auf den zu erwartenden Frontalangriff vorbereiten?

Goldman Sachs hat für die USA verschiedene Szenarien durchgespielt. 560 Milliarden Dollar Bruttoumsatz lockten alleine im Heimatmarkt des Internetriesen, das entspricht 445 Milliarden Dollar nach Abzug der Herstellerrabatte. Rund 135 Milliarden Dollar – also 30 Prozent des Gesamtvolumens – werden als Rohertrag entlang der Lieferkette verteilt. Der Markt legte in der vergangenen fünf Jahren jeweils um 5 Prozent zu, die demografische Entwicklung verspricht weiteres Wachstum.

Im Grundsatz sehen die Banker den Apothekenmarkt als prädestiniert für die digitale Disruption: viele Wiederholungskäufe, fehlende Preistransparenz, hohe Zuzahlungslast für die Versicherten. Außerdem sei es bislang keinem Versandhändler gelungen, ein rundum zufriedenstellendes Angebot für die Kunden zu entwickeln. Im Gegenteil: Viele Apothekenketten hätten ihre Preise angepasst und damit der Konkurrenz den einzigen Wettbewersvorteil abspenstig gemacht. Aus diesem Grund sei der Anteil des Versandhandels von 17 auf 12 Prozent gesunken.

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