Kooperation mit dem SpiFa

DocMorris: Per Facharzt zum Apotheker Patrick Hollstein, 11.06.2019 10:51 Uhr

Berlin - Als früheren FDP-Gesundheitspolitiker kennen viele Apotheker Lars Lindemann. Seit 2012 führt er den Spitzenverband der Fachärzte Deutschlands (SpiFa), von dessen Arbeit und Zielen dagegen vielfach nur vage Vorstellungen existieren. Wer ist also der neue Partner von DocMorris und was steckt hinter der angekündigten Zusammenarbeit? Eine Analyse.

Der SpiFa wurde 2012 gegründet und geht auf die „Potsdamer Runde“ zurück, einen informellen Gesprächskreis von Ärztevertretern unterschiedlicher Spezialisierung. Als Dachverband von derzeit 31 Berufsverbänden vertritt der SpiFa die übergeordneten Interessen der Fachärzte – ein Hauptzweck ist der Abschluss von Verträgen zur Besonderen Versorgung nach § 140a Sozialgesetzbuch (SGB V). Mit zusätzlichen Leistungen beziehungsweise strikter Einhaltung von Behandlungspfaden können die Mediziner bei den Kassen auf der Basis von entsprechenden Vereinbarungen zusätzliche Gelder abgreifen.

Ursprünglich war dabei eine Kooperation mit dem Deutschen Hausärzteverband (DHÄV) vorgesehen, der mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft (HÄVG) bereits über eine entsprechende Konstruktion verfügt. Nach früheren Plänen sollte der SpiFa sogar 51 Prozent der Anteile an der Tochterfirma Pro Versorgung übernehmen. Doch dem Vernehmen nach konnte der damalige Hauptgeschäftsführer Eberhard Mehl seinen Vorsitzenden Ulrich Weigeldt nicht überzeugen. Herausgekommen sind inzwischen verschiedene regionale Hausarztverträge.

So gründete der SpiFa 2017 die Ärztliche Vertragsgemeinschaft Deutschland (ÄVGD), die mittlerweile eine Handvoll Selektivverträge ausgehandelt hat. Das Prinzip ist dabei stets dasselbe: Gemeinsam mit dem jeweiligen Berufsverband gründet die SpiFa-Firma ein Joint Venture, an dem beide Partner 50 Prozent halten und über das die Verträge dann aufgelegt werden. Der Einstiegsbeitrag von 50.000 Euro stellt kleinere Facharztverbände allerdings mitunter eine Herausforderung dar.

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