DocMorris kommt in Hausarzt-Praxen | APOTHEKE ADHOC
Nordrhein

DocMorris kommt in Hausarzt-Praxen

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Berlin -

Die niederländische Versandapotheke DocMorris hat offenbar einen neuen Weg gefunden, Flyer mit ihrem Firmenlogo in Arztpraxen zu bringen. Gemeinsam mit dem Hausärzteverband Nordrhein startet eine „umfassende Aufklärungskampagne“ zur Grippeimpfung. Rund 300.000 Patienten sollen mit Informationsbroschüren rund um das Thema Influenza informiert werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Welche Rolle DocMorris in der Kooperation spielt, wollte ein Firmensprecher nicht verraten. Nur soviel: Es sollen Flyer in die Arztpraxen gelegt werden, an deren Gestaltung DocMorris mitwirkt. Zur Frage der Finanzierung und weiterer Details wolle sich der Sprecher nicht äußern: „Wir befinden uns noch in der Umsetzungsphase.“ Allerdings wies der Sprecher darauf hin, dass Patienten bei DocMorris auch Impfstoffe bestellen könnten.

„Hausärztinnen und Hausärzte sind bei Fragen rund um das wichtige Thema Impfen in der Regel der erste Ansprechpartner. Unser Ziel ist es, durch die gemeinsame Kampagne mit DocMorris einen Beitrag zu leisten, um die Impfquoten zu steigern. Diese Aufgabe kann kein Akteur alleine leisten, sondern es braucht eine gemeinsame Anstrengung von Ärzten, Vor-Ort-Apotheken und Versandapotheken“, sagte Dr. Dirk Mecking, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein.

„Je weniger Menschen gegen die entsprechenden Krankheitserreger geimpft sind, desto größer die Gefahr einer Ausbreitung. Unsere Kooperation mit dem Hausärzteverband Nordrhein zeigt daher, wie Patientinnen und Patienten sektorübergreifend informiert werden können. Als Pharmazeuten können wir Ängste zu Wechsel- und Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten nehmen und so letztlich die Impfquote erhöhen", betont Professor Dr. Christian Franken, Mitglied des Vorstands und verantwortlicher Apotheker bei DocMorris.

DocMorris und der Hausärzteverband berufen sich für ihre Kampagne auf das im Jahr 2015 verabschiedeten Präventionsgesetz. Damit wolle die deutsche Bundesregierung die Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld der Menschen stärken und den Impfschutz in der Bevölkerung verbessern.

Ein wesentliches Ziel sei es, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstünden. So solle künftig der Impfschutz bei allen Routineuntersuchung umfassender überprüft werden. In Teilen der Bevölkerung gebe es noch immer Wissenslücken zur Bedeutung und Wirkungsweise von Impfungen. Die Impfkampagne solle wichtige Aufklärungsarbeit leisten. Patienten, die an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnähmen, profitierten von einer koordinierten Versorgung.

Die Hausärzte, deren Verbände sich lange erfolgreich gegen ein gemeinsames Medikationsmanagement mit den Apothekern gewehrt haben, arbeiten derzeit eng mit der Versandapotheke beziehungsweise dem Mutterkonzern zusammen: In Bremen wollte die Schwesterfirma Zur Rose gemeinsam mit dem Deutschen Hausärzteverband (HÄV) das E-Rezept testen. Der Antrag auf Fördermittel aus dem Innovationsfonds blieb aber erfolglos.

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