Hilfsaktion

Nach Schließung: Apotheke für Burundi gespendet Torsten Bless, 09.07.2018 14:42 Uhr

Berlin - Nach 17 Jahren musste Doris Brunner ihre Ried-Apotheke in Konstanz wegen einer langen Kette von unglücklichen Umständen aufgeben. Doch ihre Einrichtung samt Laborausstattung hilft künftig in Burundi, die medizinische Versorgung der Not leidenden Bevölkerung zu stärken.

Keine Apothekerkammer, keine Standesvertretung steckt hinter dem Projekt, sondern das Theater Konstanz. „Wir machen schon seit zehn Jahren gemeinsame Projekte mit Kollegen aus Afrika, genauer gesagt aus Togo, Malawi und Burundi“, erzählt Dr. Daniel Morgenroth, Referent des Intendanten Christoph Nix. „Wir fahren auch dort hin, dabei entsteht ein Austausch auf Augenhöhe.“ Gerade die Beziehung nach Burundi bestehe schon sehr lange und sei intensiv. Das Land wurde lange Jahre durch blutige Bürgerkriege geprägt. „Bei einem seiner Besuche ist dem Intendanten bewusst geworden, wie schlecht die medizinische Versorgung ist“, so Morgenroth. „Er fragte sich, ob man eine Apotheke vor Ort aufbauen kann, in dem die grundlegendsten Medikamente zu einem für die Bevölkerung bezahlbaren Preis erhältlich sind.“

Zurück in Konstanz versuchte Nix, die örtlichen Apotheken von seinem Plan zu begeistern. „Fünf Apotheker zeigten Interesse an einer Mitarbeit, vier sind dann auch zu einem zweiten Treffen gekommen.“ Mittlerweile war der Verein Burundikids mit an Bord gekommen, der gemeinsam mit der dort lebenden Deutschen Verena Stamm Projekte betreut, die den Weg zu einer qualifizierten Gesundheitsversorgung ebnen sollen. So baute der Verein die École Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) mit auf, die bis heute einzige Schule, die eine PTA-Ausbildung anbieten kann. „Es entstand die Idee, neben der Grundversorgung der Bevölkerung auch noch einen Lehrbetrieb für angehende Pharmazeuten anzubieten“, sagt Morgenroth.

Bei allem ursprünglichen Interesse mochte das Projekt nicht recht von der Stelle kommen. Bis Nix vor einigen Wochen auf der Straße zufällig auf Brunner traf. „Ich entschuldigte mich bei ihm, dass ich es nach dem ersten Interesse einfach nicht mehr geschafft hatte, mich bei ihm zu melden“, erzählt die ehemalige Inhaberin der Ried-Apotheke. „Dabei ist internationale Hilfsarbeit genau mein Thema.“ Schon seit vielen Jahren engagiert sich Brunner für Apotheker ohne Grenzen (AoG). Im Dezember letzten Jahres noch nahm sie an einer dreiwöchigen tropenmedizinischen Fortbildung in Ghana teil.

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