Geländewagen: Apotheker trainieren für Notfälle

, Uhr

Berlin - Den Urlaub für andere opfern, um zu helfen: Das machen bundesweit pro Jahr Dutzende Apotheker bei „Apotheker ohne Grenzen”(AoG). Die Organisation arbeitet mit Pharmazeuten und PTA zusammen, die bereit sind, recht spontan in Krisenregionen zu fliegen, um dort die Menschen mit Arzneimitteln und Impfstoffen zu versorgen.

Eine Besonderheit in den Vorbereitungen ist das Training mit dem Geländewagen. Der Grund: Zwar werden die Arzneimittel-Spezialisten im Regelfall in Jeeps, SUV und auch LKW von ortskundigen Fahrern begleitet. Aber im Notfall sollen sie eben in der Lage sein, solche Autos auch selbst fahren zu können.

Jan Mannigel leitet die Seminare und weiß, dass viele Apotheker erst mal etwas ängstlich in die Geländewagen steigen und nicht so recht wissen, ob nun diese Trainingseinheit wirklich sinnvoll ist. Am zweiten Tag stelle sich dann in der Regel „ein breites Grinsen ein”, weil die Teilnehmer erstens merken, dass sie es schaffen und zweitens, dass es neben allem Ernst tatsächlich auch Spaß macht.

Interessierte können sich für ein jeweils dreitägiges Wochenendseminar anmelden. Es gibt ein Einführungs- und ein Aufbauseminar, beide braucht man, bevor man in den Einsatz kommt. 2012 wurde diese Projekt von Dr. Thomas Bergmann gestartet. Der Pharmazeut war zu diesem Zeitpunkt schon bei AOG zuständig für die Ausbildung. Ihm fiel dabei auf, dass im Bereich der „Transportlogistik” noch draufgesattelt werden könnte. So entstand innerhalb der Ausbildungsseminare das Modul „Geländewagentraining”. Wie sich zeigen sollte, ein voller Erfolg.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
APOTHEKE ADHOC Webinar am 28. Oktober
E-Rezept: So funktioniert es in der Warenwirtschaft »
„Habe alles erreicht, was ich wollte“
Inhaber verkauft seine Apotheken und wird Mentor »
APOTHEKE ADHOC Webinar am 28. Oktober
E-Rezept: Was erwartet uns am HV? »
Weiteres
Bärbel Bas als Bundestagspräsidentin
Gesundheitspolitikerin führt den Bundestag»
Koalitionsverhandlungen
Geheimsache Gesundheitspolitik»