Hilfsorganisationen

Philippinen: Apotheker in Terrorgefahr Deniz Cicek-Görkem, 22.02.2017 17:24 Uhr

Berlin - Die Apotheker ohne Grenzen (AoG) müssen ihren Einsatz auf den Philippinen abbrechen. Deutsche Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im philippinischen Mindanao werden aus Sicherheitsgründen gebeten, das Land zu verlassen. Hinweisen zufolge stehen insbesondere Ausländer im Fokus von Terrororganisationen.

Die AoG betreiben eine Zentralapotheke und eine Ambulanz in Cagayan de Oro, außerdem zwei Kliniken in Valencia und Buda. In Kooperation mit German Doctors organisieren die Apotheker auch mobile Kliniken und Apotheken in verschiedenen Regionen.

Aufgrund akuter Terrorgefahr haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der AoG, Nhomsai Hagen (Ingelfingen) und Ulrike Niehle (Greifswald), die zweitgrößte Insel der Philippinen am vergangenen Wochenende verlassen. Ob und wie die Einrichtungen ohne Unterstützung deutscher Einsatzkräfte weiter bestehen bleiben können, ist ungewiss. In den kommenden Wochen soll über die Zukunft der deutschen Einsatzkräfte entschieden werden.

AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach: „Vor allen Dingen haben die kranken Menschen in Not einen großen Schaden durch diese Situation. Nhomsai Hagen sollte Kollegin Niehle ablösen und vor Ort in den nächsten drei Monaten die Arbeit in den Apotheken unterstützen und das lokale Personal schulen. Doch wir können unsere Leute nicht gefährden.“

Der deutsche Botschafter auf den Philippinen betonte, dass Ausländer besonders gefährdet seien. Es gäbe Hinweise, dass die IS-Terrororganisation Ausländer im Visier hat. Zusätzlich seien auch weitere Unruhen von Kommunisten zu erwarten, da zuvor Friedensgespräche mit Präsident Duterte gescheitert seien. Daher hatte der Botschafter mit Nachdruck eine Ausreise der ehrenamtlich tätigen Hilfskräfte empfohlen.

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