Bestnote bei Erreichbarkeit

Lebensqualität: Platz 1 für Apotheken

, Uhr
Berlin -

Die Bevölkerung ist mit der Erreichbarkeit der Apotheken außerordentlich zufrieden. Das geht aus dem „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Tabakkonzerns Philip Morris erstellte. Aber: Insbesondere im ländlichen Raum wird eine Verschlechterung beobachtet.

Wo lebt es sich am besten? Um diese Frage zu beatnworten, hat das IW alle 10.817 Gemeinden in Deutschland untersucht. Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.

Fazit: Die Apotheken erzielen die Bestnote. Auf die Frage, wie zufrieden sie mit der Versorgungslage in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld sind, gaben 80 Prozent der Befragten aus dem städtischen Raum an, sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Im städtischen Umland werden ähnliche Werte erzielt, im ländlichen Raum liegt die Zustimmung ebenfalls nur knapp dahinter bei etwas mehr als 70 Prozent.

Kein anderer Bereich kommt auf ähnliche Werte: Bei den Arztpraxen sind es im städtischen Bereich rund 50 Prozent, im stadtnahen Bereich rund 45 Prozent und auf dem Land rund 38 Prozent. Ähnlich sieht es bei Kliniken aus. Hinter den Apotheken folgt übrigens über alle Bereich hinweg im Ranking der Autobahnanschluss, Schlusslicht ist die Qualität der Straßen und Brücken.

Aber: Während im städtischen und stadtnahen Raum kaum eine Veränderung beobachtet wird, sehen rund 8 Prozent Menschen auf dem Land in den vergangenen fünf Jahren bereits eine Verschlechterung. Auch hier ist die Situation in den anderen Bereichen des Gesundheitswesens deutlich dramatischer: Bei den Arztpraxen sehen 25 Prozent (städtischer, stadtnaher Raum) beziehungsweise 40 Prozent (ländlicher Raum) eine Verschlechterung, bei Kliniken sind es 19, 24 und 35 Prozent.

Grafik zeigt Entwicklung bei Apotheken
Allerdings sehen insbesondere die Menschen auf dem Land eine Verschlechterung.Grafik: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

17 Indikatoren in fünf Bereichen wurden untersucht:

  • Digitales: Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit
  • Gesundheit: Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Pflegeeinrichtungen
  • Mobilität: Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen
  • Freizeit: Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern, Museen
  • Bildung: Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführende Schulen, Gymnasien, Versorgung mit Kitas

Die Erreichbarkeiten wurden auf Basis von 100-mal-100-Meter-Zellen des Zensus berechnet und zu einem Gesamtindex aggregiert. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5455 Personen, die das Marktforschungsinstitut Bilendi vom 24. Juni bis 6. Juli 2025 durchgeführt hat, quotiert nach Geschlecht und Alter (Kreuzquote), Bundesland und Haushaltsnettoeinkommen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Barmer gegen „pauschale finanzielle Hilfen“
Apothekensterben: „Kein Grund für Alarmismus“
Datenbasis für Honoraranpassung
Fixum: Destatis soll Apothekendaten liefern
Mehr aus Ressort
ApoRetro – Der satirische Wochenrückblick
Apothekenreform geglückt, Warken wird Papst

APOTHEKE ADHOC Debatte