Arzneimittellager für Nepal

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Berlin -

Gerade erst halfen die Apotheker ohne Grenzen (AoG) den Hurrikanopfern auf der Karibikinsel Dominica beim Wiederaufbau ihrer Arzneimittelversorgung. Jetzt griffen zwei Projektkoordinatoren den örtlichen Organisationen bei der Errichtung eines dringend benötigten Medikamentenlagers im Nepal unter die Arme.

Seit fast zehn Jahren engagiert sich AoG im Nepal. 16 Stunden mit dem Jeep von der Hauptstadt Kathmandu entfernt liegt der Ort Basa. Er gehört zum Solukhombu Distrikt, der gleiche Region, in der auch der Mount Everest gelegen ist. Die Projektkoordinatoren Jochen Wenzel und Dr. Ralph Bültmann arbeiteten gemeinsam mit der lokalen Hilfsorganisation Basa Foundation Arzneimittellager auf, das von der einheimischen Health Assistant Alisa geleitet wird. „Sie wird einfache Untersuchungen und Behandlungen durchführen und die Patienten mit den notwendigen Arzneimitteln versorgen“, sagt Wenzel.

„Die Leute konnten es nicht glauben, dass hier in unserem Dorf ein Medical Store errichtet wird“, sagt Buddhi Rai, ein Mitglied der Basa Foundation. „Davon haben sie schon immer geträumt!“ Bisher hätten die Einwohner einen zehnstündigen Fußmarsch nach Salleri in Kauf nehmen müssen, um medizinisch versorgt zu werden. „Nur wenige Bewohner des Dorfes haben in der Vergangenheit diesen beschwerlichen Weg auf sich genommen“, so Wenzel.

Die deutschen Koordinatoren schulten die einheimische Mitarbeiterin intensiv. Dabei seien ihr die Vorteile einer gründlichen Lagerhaltung nahe gebracht worden. „Dazu gehören exakte Bestandslisten der einzelnen Arzneimittel sowie eine regelmäßige Inventur und rechtzeitige Bestellung der notwendigen Arzneimittel“, erläutert Wenzel.

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