Apotheke wechselt Standort

„Wir schließen nicht, wir ziehen um!“

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Berlin -

Die Innenstadt von Zehdenick verliert zunehmend an lokalen Geschäften. Nachdem 2023 die Markt-Apotheke schließen musste, soll nun auch die Post-Apotheke, eine der beiden übrig gebliebenen Betriebe aus dem Verbund von den Inhaber Dr. Matthias Kietzmann und Swen Klatte ihre Türen dichtmachen. Aber: „Wir ziehen nur um“, stellt Apothekerin Désirée Kietzmann klar. 

In der Berliner Straße im brandenburgischen Zehdenick befinden sich zwei Apotheken. „Das sind einmal die Kloster-Apotheke, unsere Haupt-Apotheke, und die Filiale, die Apotheke an der Post“, erläutert Kietzmann. „Beide Apotheken befinden sich in unmittelbarer Nähe“, das sei historisch so entstanden. Damals habe man aufgrund der Standortsicherung beide Apotheken übernommen.

Filiale zieht um

Aufgrund der geringen Entfernung der beiden Betriebe und einer Chance, die sich in Zehdenick-Nord in einem Einkaufspark ergab, entschieden sich die Inhaber zur Schließung der Filiale. „Wir schließen aber nicht gänzlich, wir ziehen nur um“, stellt die Apothekerin klar. Das werde oft falsch verstanden. „Die Kundschaft ist zunächst überrascht von dieser Info. Wenn wir aber erklären, dass wir in den Einkaufspark umziehen, dann begrüßen dies die meisten.“

Praktisch für die Kundschaft

So sei die Möglichkeit für viele Menschen gegeben, gleich mit dem Wocheneinkauf auch Rezepte einzulösen. „In dem Einkaufspark befinden sich viele Geschäfte des täglichen Bedarfs“, betont Kietzmann. Zudem seien viele Parkplätze vorhanden. „Das ist für viele Menschen einfach sehr praktisch.“ Man gehe dorthin, wo die Kundschaft schon sei. „Wir machen es den Leuten leicht“, freut sich Kietzmann.

Innenstadt stirbt aus

Bisher warte man nur noch auf die Baugenehmigung. „Die Mietverträge sind schon unterschrieben. Da es aber einiges umzubauen gibt, wird es noch eine Weile dauern.“ Alle freuen sich auf den Umzug, auch weil das Leben der Innenstadt von Zehdenick in den vergangenen Jahren stark gelitten habe. „Es schlossen bereits viele Geschäfte. Die Innenstadt stirbt aus“, bestätigt Kietzmann. In der Apotheke merke man, dass die Kundenfrequenz zurückgehe. Auch deswegen sei es vorteilhaft den Standort zu wechseln.

Standortwechsel als Chance

Zum Aussterben beigetragen habe auch der Wegzug des Medizinischen Versorgezentrums (MVZ) sowie die Schließung der Frauenarztpraxis. „Die Frage, die wir uns dann stellten, war: Möchte man mit untergehen oder eine Chance nutzen?“ Auch deswegen schaut das Team der beiden Apotheken positiv in die Zukunft. „Der Standortwechsel deckt dann die Nordstadt von Zehdenick mit ab, dort wohnen viele Menschen, die sich schon immer auch eine Apotheke in der Nähe gewünscht haben.“

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