Natriumhydrogencarbonat als Puffer

Klosterfrau bringt „schnelles“ Omeprazol

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Berlin -

Gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen steht Omeprazol auch im Rahmen der Selbstmedikation zur Verfügung, und zwar als magensaftresistente Kapsel oder Tablette. Klosterfrau bringt mit Gastrobin protect eine schnellfreisetzende Kapsel in die Sichtwahl ohne magensaftresistenten Überzug.

Gastrobin protect mit 20 mg Omeprazol kommt in einer schnellfreisetzenden Kapsel, die keinen magensaftresistenten Überzug besitzt. So soll der Protonenpumpenhemmer (PPI) direkt im Magen freigesetzt und schnell im Dünndarm aufgenommen werden. „Der maximale Wirkstoffspiegel im Blut wird so bereits nach ca. 30 Minuten erreicht – bis zu 3x schneller“, heißt es von Klosterfrau. Jedoch müsse bedacht werden, dass die Dauer bis zur Wirkstoffaufnahme nicht der Dauer bis zur Wirkung entspreche.

Die Kapsel soll unzerkaut mit einem haben Glas Wasser auf nüchternen Magen eingenommen werden. Empfohlen wird die einmal tägliche Anwendung eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Beispielsweise am Morgen. Nur eine Kapsel Gastrobin protect täglich biete einen 24 Stunden Schutz vor Sodbrennen und saurem Aufstoßen.

Natriumhydrogencarbonat als Puffer

Das Arzneimittel enthält Natriumhydrogencarbonat als Puffer. Der Hilfsstoff soll den Wirkstoff Omeprazol davor schützen, von der Magensäure abgebaut zu werden. Wird die Kapsel zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen, ist die schützende Wirkung von Natriumhydrogencarbonat vermindert und das Arzneimittel entfaltet möglicherweise nicht seine volle Wirkung.

Wirkstoff-Check

Omeprazol wird zur Behandlung von verschiedenen Ulzera, zur Helicobacter pylori-Eradikation im Rahmen der Triple-Therapie, zur Prophylaxe und Therapie von gastrointestinalen Ulzera durch NSAR oder der Refluxkrankheit eingesetzt. Schließlich mindert Omeprazol die Magensäuresekretion durch Hemmung der Protonenpumpe. Im Rahmen der Selbstmedikation wird Omeprazol bei Erwachsenen zur kurzfristigen Behandlung von Reflux-symptomen wie beispielsweise Sodbrennen oder saures Aufstoßen eingesetzt. Die Behandlungsdauer von 14 Tagen sollte nicht überschritten werden.

Der Arzneistoff gelangt als Prodrug über den Blutkreislauf an die Belegzellen im Magen, wo er durch die Säure in die eigentliche Wirkform überführt wird und die Magensäurefreisetzung irreversibel hemmt. Die Wirkung kommt zustande, weil der Arzneistoff an der H+/K+-ATPase bindet. Deren Neubildung dauert etwa ein bis drei Tage, was wiederum die lange Wirkdauer erklärt.

PPI können verschiedene unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursachen, dazu gehören unter anderem Demenz und ein Vitamin B12-Mangel. Daher sollte B12 substituiert werden. Eine Langzeitanwendung von PPI kann auch zu einem Ungleichgewicht im Kalium- und Magnesiumhaushalt und zu Herzrhythmusstörungen führen. Ein Magnesiummangel kann bereits auftreten, wenn PPI drei Monate oder länger eingenommen werden.

Da Protonenpumpenhemmer den pH-Wert des Magens beeinflussen, können sie zu einer veränderten Freisetzung weiterer Arzneimittel führen. Zudem kann der Metabolismus anderer Wirkstoffe durch die Interaktion mit Cytochrom P450 beeinflusst werden. Dies ist insbesondere bei gleichzeitiger Therapie mit Omeprazol und Clopidogrel der Fall. Hier lautet die Empfehlung, mit Pantoprazol oder Rabeprazol zu therapieren, da die Wirkstoffe die plättchenhemmende Wirkung von Clopidogrel deutlich weniger verringern. Phenytoin, Warfarin, Diazepam und Clarithromycin können andererseits in ihrer Wirkung verstärkt werden. Hier muss die jeweilige Dosis gegebenenfalls angepasst werden. PPI sind kontraindiziert bei gleichzeitiger Therapie mit Atazanavir und Nelfinavir.

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