Spahn kreativ: Neue Masken-Vorschriften

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Berlin - Gesundheitsminister Spahn steht in der Kritik, weil er erst zu wenig Masken bestellt hat, dann zu spät zu viele und die jetzt unbezahlt abzulaufen drohen. Doch der geheime Kanzlerkandidat ist kreativ und will mit einem Bündel aus Maßnahmen und Masken zurück auf die Überholspur.

Zunächst hatte Spahn mit Blick auf die wieder sorgenerregend steigenden Infektionszahlen vor, einfach die Maskenpflicht zu verschärfen. Um seinen neuen Anzug als liebend-sorgender Landesvater auszutesten, wäre er persönlich übers Land gefahren und hätte die Masken unter dem Volk verteilt. Doch seine Berater rieten davon ab – die Sympathiewerte der Masken kommen nicht aus dem Keller. Anders als beim Gaul: Ein geschenkter Maul-Nasen-Schutz wird auch nicht mehr genutzt.

Doch Spahn lässt nicht locker, kommt von dieser Redensart auf eine andere. Schon unsere Omas wussten: Doppelt hält besser. Und da Spahn in Sachen Maskenverbrauch auch eine alte Umweltsau ist, schreibt er für den öffentlichen Raum jetzt die Doppelmaskenpflicht vor. Für 140-prozentigen Schutz werden in Bus & Bahn & Laden ab sofort zwei Masken übereinander getragen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, schützt zusätzlich die Augen mit einer Drittmaske. Die Idee mit der „Corona-Augen-Gefahrenabwehr“ kam von einem Referenten aus Spahns Ressort. Im Ministerium wird die Bert-CAGE-Challenge schon getestet – Politik mit verbundenen Augen.

Doch selbst mit der Empfehlung der Knie- und Ellenbogenmaske ließ sich nicht genug Bedarf erzeugen. Nach Söders Testpanne sollte Spahn jetzt über das Masken-Gate stolpern auf dem Weg nach oben. Nichts da! Spahn ist ein Querdenker – und ein großer Christo-Fan. Als Hommage an den verstorbenen Verhüllungskünstler will er das komplette Bundesgesundheitsministerium in Masken verpacken. Und falls dann noch welche übrig sind, den Amtssitz in Bonn gleich mit. Warum nicht das Kanzleramt? „Dann kommt man doch gar nicht mehr rein…“

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