Anti-Masken-Schild: Anzeige gegen Apotheke

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Berlin - Der Widerstand gegen die von der Bundes- und den Landesregierungen verhängten Corona-Schutzmaßnahmen wächst in den vergangenen Wochen kontinuierlich – und das nicht nur aufseiten von Verschwörungstheoretikern und Querfront-Ideologen, sondern zunehmend auch unter fachkundigen, wissenschaftlich gebildeten Pharmazeuten und Medizinern. Einer von ihnen ist Apotheker Dr. Chalid Ashray, der seit Wochen für eine differenziertere Sicht auf die Gefahr wirbt, die von Sars-CoV-2 ausgeht. Von der allgemeinen Maskenpflicht hält er nicht viel – und hat das auf einem Schild in seiner Apotheke kundgetan. Doch damit fing er sich eine anonyme Anzeige ein.

Mehr Sport, der das Immunsystem stärkt, dafür aber weniger Masken, die als Keimherde der Gesundheit eher zusetzen als helfen – so könnte man Ashrys Auffassung stark verkürzt zusammenfassen. Der Apothekeninhaber aus Kassel ist keiner von denen, die Covid-19 für ungefährlich oder gar eine Verschwörung halten, er verlangt vor allem eine genauere Abstimmung von Schutzmaßnahmen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die bisher unzureichende Verlässlichkeit von Tests auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 hätten nämlich eine extrem hohe Dunkelziffer zur Folge.

„Meine Vermutung ist, dass es in Wahrheit viel mehr Corona-positive Fälle gibt, die fälschlicherweise als Corona-negativ erfasst wurden. Das Testverfahren ist kompliziert, Fehler in der Durchführung sind vorprogrammiert“, so Ashry. „Das wiederum hätte zur Folge, dass die Quote schwerer Infektionen deutlich geringer ist als es uns bisher berichtet wird.“ Er fordert deshalb, sich in der Forschung und den darauf aufbauenden Maßnahmen weniger auf allgemeine epidemiologische Fragestellungen zu konzentrieren, als vielmehr auf die konkreten medizinischen Zusammenhänge, die dazu führen, dass Covid-19 für die absolute Mehrheit der Menschen wenig gefährlich ist, für bestimmte Risikogruppen aber umso mehr. „Der Ansatz muss doch sein herauszubekommen, warum es ganz bestimmte Personen so heftig trifft, während andere trotz Infektion nicht mal Symptome haben.“

Wirklich gefährlich sei Covid-19 nach bisherigem Wissensstand für ältere Personen und solche mit ausgeprägtem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Typ-2-Diabetes und massivem Übergewicht. Dass auch jüngere und gesunde Menschen an schweren Krankheitsverläufen leiden können, sieht er nicht als Widerlegung, sondern als Bestätigung seiner Thesen.

Genau deshalb sei es nämlich so wichtig, diese Fälle von vermeintlich Gesunden systematisch auf Medikation und Blutbild zu untersuchen. „Dies wurde aus für mich unverständlichen Gründen bisher schlicht nicht gemacht. Es kann nicht sein, dass vorgegeben wird, das Virus verstehen zu wollen, ohne sich gleichzeitig mit dessen Wirkung und möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten im Körper befassen zu wollen“, so Ashry.

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