OP-Masken schützen Goldhamster

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Berlin -

Seit der Maskenpflicht gibt es immer wieder Diskussionen über den Nutzen der Mund- und Nasenbedeckung. Forscher haben nun mithilfe von Hamstern gezeigt, wie effizient die Masken vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können – sowohl den Träger selbst wie auch die Mitmenschen.

Welche Maske schützt am besten und wem dient dieser Schutz überhaupt? Macht das Material einen wesentlichen Unterschied und wie lange darf man welche Maske überhaupt tragen, ohne eine Keimschleuder daraus zu machen? Das Thema Masken hat in den vergangenen Wochen für zahlreiche Fragen und Diskussionen gesorgt, denn so manch einer ist vom Nutzen der Stoffbedeckungen nicht überzeugt. Daher gibt es immer wieder Studien, die sich mit dem Nutzen der Masken beschäftigen.

Hamster-Studie belegt Masken-Wirksamkeit

Eine aktuelle Untersuchung mit Goldhamstern will vor allem die These untermauern, dass die Masken das Risiko senken können, als unbemerkt Infizierter seine Mitmenschen anzustecken. Die Forscher der Universität Hongkong untersuchten die Effizienz von mehrlagigen OP-Masken, indem sie das verwendete Vlies zwischen die Hamsterkäfige spannten – dadurch soll das Masketragen bei den Tieren simuliert werden, wie der Spiegel berichtet. Die Ergebnisse sollen schon bald auch im Fachjournal „Clinical Infectious Diseases“ veröffentlicht werden.

Auf eine Seite des Maskenvlieses wurden Hamster gesetzt, die zuvor mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert wurden, auf der anderen Seite befanden sich gesunde Hamster. Die infizierten Tiere zeigten für kranke Hamster charakteristische Symptome wie Lethargie, schnelle Atmung und Fellveränderungen. Mithilfe eines Luftstroms wurden die Partikel der infizierten Hamster schließlich durch die Maske zu den gesunden Tieren transportiert. Insgesamt befanden sich die Tiere fünf bis sieben Tage im Luftstrom.

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