Atembeschwerden, trockener Mund und Druckstellen

Maske: Keimschleuder und lästiger Gräuel? Cynthia Möthrath, 25.04.2020 08:15 Uhr

Berlin - Nach langen Diskussionen steht ab kommender Woche die Maskenpflicht nun auch in den letzten Bundesländern fest. Für einige Apothekenmitarbeiter gehören die Masken jedoch schon länger zum Alltag. Das stundenlange Tragen hinterlässt seine Spuren – Experten warnen zudem vor einer gefährlichen Keimbelastung bei zu langer Tragedauer und unsachgemäßer Reinigung.

Das Tragen einer Maske ist für viele Menschen der blanke Horror: Neben schlechter Luft und Problemen bei der Verständigung durch akustische Einschränkungen kommt es auf Dauer beim Tragen auch zu weiteren Beschwerden. Denn durch die Bedeckung von Mund und Nase können die Schleimhäute auf Dauer austrocknen: Die Nase wird trocken und wund, der Hals kratzt. Weil man mit Maske häufig lauter sprechen muss, werden die Stimmbänder zusätzlich beansprucht. Nach einem langen Arbeitstag streikt daher oft die Stimme.

Regelmäßige Schleimhautpflege

Um die Beschwerden zu lindern und Infektionen vorzubeugen, sollte derzeit vor allem auf die regelmäßige Pflege der Schleimhäute geachtet werden. Denn nur wenn sie ihre Schutzfunktionen in vollem Umfang ausüben können, stellen sie eine Barriere für Krankheitserreger dar. Regelmäßiges Trinken ist dabei besonders wichtig: Am besten sollten über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich genommen werden. Tees mit reizlindernden Bestandteilen – wie sie beispielsweise auch bei Reizhusten eingesetzt werden – können besonders hilfreich sein: Die in Huflattich, Malve, Eibisch oder Isländisch Moos enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie ein Schutzfilm über die gereizten Schleimhäute und verhindern ein übermäßiges Austrocknen.

Bonbons oder Lutschtabletten können häufig für noch besseren und langanhaltenderen Schutz der Schleimhäute sorgen. Außerdem können sie auch in stressigen Zeiten unbemerkt hinter der Maske gelutscht werden – wenn der Gang zum Wasserglas mal wieder entfällt, weil man nicht vom HV-Tisch wegkommt. Primelwurzel, Honig, Isländisch Moos oder spezielle Hydro-Komplexe kleiden die Schleimhäute des Mundes aus und sorgen für eine regelmäßige Befeuchtung der Halsschleimhäute beim Lutschen.

Für die Nase bietet sich die Anwendung von befeuchtenden Meerwasser- oder Kochsalzsprays an. Zusätze wie Dexpanthenol können die trockenen Schleimhäute zusätzlich pflegen und sie beim Abheilen unterstützen. Auch spezielle Nasensprays mit Sesamöl pflegen die Nasenschleimhäute intensiv und langanhaltend. Für alle, die nicht ständig sprühen wollen – eine Nasensalbe wirkt meist noch intensiver und muss nicht so häufig angewendet werden.

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