Höhle der Löwen: Dümmel steigt ins Maskengeschäft ein

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Berlin - Handels-Unternehmer Ralf Dümmel ist immer dort, wo das Geld ist – oder dort, wo der Bedarf groß ist. Meistens deckt sich das. Und was wird im Moment überall händeringend gesucht? Atemschutzmasken. Die verkauft der Dealmaker aus der Gründershow „Höhle der Löwen“ nun mit seinem Unternehmen DS Produkte über ein eigens eingerichtetes Händlerportal online. Die Idee kam gar nicht von DS selbst, vielmehr hatten Apotheker und Behörden das Unternehmen gebeten, seine guten Lieferantenkontakte nach Fernost zu nutzen.

Die meisten Verbraucher denken bei DS wahrscheinlich eher an Elektrogeräte, Kochwaren, Reinigungs- oder Haushaltsartikel: Mit diesen Waren macht das Unternehmen seit 1973 gute Geschäfte, die letzten 20 Jahre davon mit Dümmel als Geschäftsführer. DS vertreibt allerdings seit Jahren schon auch medizinische Produkte. „Wir produzieren und importieren seit über 45 Jahren Produkte – auch im Medizinbereich – aus der ganzen Welt und sind mit unseren Qualitätsbüros an zwei Standorten in China und Hongkong vertreten“, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Vor einigen Wochen seien Behörden und auch Apotheker mit der Bitte an DS herangetreten, zertifizierte Masken in hoher Stückzahl zu einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis anzubieten.

Einer von ihnen war Dirk Buckenberger, Inhaber der Alten Apotheke in Bad Segeberg. Über persönliche Kontakte ist er mit der Geschäftsführung von DS bekannt – und hat ihr sein Leid geklagt. „Ich habe am Tag rund zehn Anrufe von Firmen, die mir Masken verkaufen wollen, bei Preisen zwischen 2 und 7 Euro“, erklärt er. „Ich weiß aber weder, ob die Ware schon in Deutschland ist, noch ob die Zertifikate hierzulande überhaupt gültig sind.“ Was er suche, sei ein seriöser Lieferant, der verlässlich zu fairen Preisen verkauft. „Wenn ich von Reinigungsfirmen angesprochen werde, ob ich Masken kaufen will, komme ich mir als Apotheker komisch vor“, so Buckenberger. Also nahm DS die Fährte auf, auch wenn das nicht ganz einfach war.

„Natürlich wurden uns viele Masken angeboten und wir haben alle Angebote auch getestet, leider waren darunter auch viele in schlechter Qualität“, so die Sprecherin. „Unsere 25 Mitarbeiter im Qualitätsmanagement, die in Fernost vor Ort sind, konnten jedoch auf unser Netzwerk zurückgreifen und haben daher schnell die richtigen Fabriken gefunden, die in ausreichender Stückzahl und zertifizierter Qualität die Masken anfertigen können.“

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