Plexiglas kann Ersatz sein

Maskenpflicht: Das gilt für das Personal

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Berlin -

Je nach Bundesland gilt ab heute im öffentlichen Raum eine unterschiedlich strenge Maskenpflicht, vor allem im Nahverkehr und im Einzelhandel. Davon sind auch Apotheken betroffen. Allerdings müssen die Teams in den meisten Ländern selbst keine Masken tragen, wenn andere Schutzvorrichtungen existieren, wie etwa die viel zitierte Plexiglasscheibe. In Bayern sind die Regeln strenger.

Die Bundesländer haben jeweils Verordnungen erlassen, in denen die Maskenpflicht geregelt ist. Sachsen hatte sie schon am 20. April eingeführt, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren ebenfalls früher dran, seit heute greift die Pflicht überall. Apotheken fallen unter die Einzelhandelsbestimmungen, die eigenen Kammern haben darauf keinen Einfluss, informieren ihre Mitglieder aber natürlich über die Vorgaben. Entscheidend jeweils: Gilt die Maskenpflicht für das Apothekenpersonal?

Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) informierte ihre Mitglieder dahingehend, dass ab sofort „Beschäftigte und Kunden in Apotheken zum Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet (§ 12a Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 CoronaSchVO)“ sind. Kinder bis zum Schuleintritt sind ausgenommen, ebenso Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Und für die Teams entscheidend: „Für Beschäftigte der Apotheke entfällt diese Verpflichtung, wenn gleich wirksame Schutzmaßnahmen in der Apotheke existieren. Die Verordnung nennt hierfür eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches.“

Wird der Beratungsplatz verlassen und der Freiwahlbereich aufgesucht, wird die Maske wiederum Pflicht. Gemäß Infektionsschutzgesetzes muss der Inhaber zudem dafür sorgen, „Kontakte innerhalb der Belegschaft so weit wie tätigkeitsbezogen möglich zu vermeiden und Hygienemaßnahmen unter Beachtung der aktuellen Erfordernisse des Infektionsschutzes zu verstärken“. Aus diesem Grund könne das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen durch das Apothekenpersonal trotz Plexiglasscheibe geboten sein, um die Beschäftigten vor einer gegenseitigen Infektion zu schützen.

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