Amtsapothekerin rät zu Schutzbrillen

, Uhr

Berlin - Wegen Corona herrscht Mundschutzpflicht, auch Apotheken sind davon nicht ausgeschlossen. Im Kreis Steinfurt wird nun auch das Tragen einer Schutzbrille empfohlen, um eine Apothekenschließung im Falle einer Positivtestung im Team abzuwenden. Hintergrund sind mögliche Ansteckungen über die Augen.

Auch im Kammerbezirk Westfalen-Lippe (AKWL) müssen seit dem 27. April Kunden und Mitarbeiter in der Apotheke einen Mundschutz tragen. Für Beschäftigte der Apotheke entfällt diese Verpflichtung, wenn gleich wirksame Schutzmaßnahmen in der Apotheke wie beispielsweise eine Abtrennung durch Glas oder Plexiglas existieren. Treten Apotheker und PTA allerdings hinter der Scheibe hervor und die Schutzmaßnahme verliert ihre Wirkung, weil in der Freiwahl beraten wird oder der Mitarbeiter ins Backoffice geht, um ein Produkt aus dem Schub zu holen oder mit der PKA Rücksprache zu halten, wird die Mund-Nasen-Bedeckung wieder zur Pflicht. Ziel ist es hierbei, das Team vor einer gegenseitigen Infektion zu schützen.

Wird ein Apothekenmitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet, gelten die üblichen Quarantänemaßnahmen. Der Infizierte muss in Quarantäne und die Kontaktpersonen werden überprüft – alle Kontaktpersonen zwei Tage vor Symptomausbruch beziehungsweise zwei Tage vor Positivtestung. Kontaktpersonen der vom Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Kategorie 1 müssen für 14 Tage in Quarantäne – das gilt auch für Apothekenmitarbeiter. Im schlimmsten Fall droht eine Schließung der Apotheke aufgrund eines Personalmangels.

Laut Amtsapothekerin in Schweinfurt liegt es also auf der Hand, dass der Inhaber seine Mitarbeiter schützen sollte. Er müsse durch die Nutzung technischer, organisatorischer und personeller Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass im Falle einer positiven Testung eines Teamkollegen nicht der ganze Betrieb schließen müsse. Hierzu zählen die Kontaktreduktionsmaßnahmen des RKI sowie sonstige Maßnahmen.

  • 1
  • 2

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Mehr aus Ressort

Verschließbare Box mit App-Kontakt
Botendienst mit Fernsteuerung »
Wie erzielt man Reichweite?
Instagram für die Apotheke »
Apotheker enttäuscht über Entschädigung
PTA muss 11.400 Euro an Ex-Chef zahlen »
Weiteres
Booster, Studien, Wirksamkeit
Update Impfstoffe»
Modellprojekt Westfale-Lippe
Grippeimpfung in Apotheken startet»
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
„Entscheidet sich mit Einführung des E-Rezepts“
Fiege will für Apotheken ausliefern»
Verschließbare Box mit App-Kontakt
Botendienst mit Fernsteuerung»
Wie erzielt man Reichweite?
Instagram für die Apotheke»
Apotheker enttäuscht über Entschädigung
PTA muss 11.400 Euro an Ex-Chef zahlen»