ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Maskenpflicht in der Frühstückspause

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Berlin -

Die Maskenpflicht, die Pflicht zur Maske. Apothekenkunden müssen sie tragen, und tun sie es nicht, gibt es abgestuften Ärger mit dem Inhaber oder der Inhaberin. Doch dem Personal droht selbst Ungemach, wenn es sich maskenlos zur Frühstückspause trifft. Zumindest wäre das nur konsequent…

Am Eingang des Super- oder Baumarkts steht die Security und weist die Kunden mal mehr, mal weniger freundlich darauf hin, dass die Maske eine Voraussetzung für das Betreten des Marktes ist wie das Nichttragen einer Badehose am FKK-Strand. Und natürlich ist es leichter zu verstehen, wenn es alle gleichermaßen trifft – Käufer und Verkäufer. Aber in der Apotheke ist das Personal von der Maskenpflicht befreit, solange es hinter seiner Plexiglasbalustrade bleibt. Manchmal schwer zu vermitteln.

Zumindest im Handverkauf haben sich daher viele Teams auf das Maskentragen verständigt, durchatmen kann man ja im Backoffice. Kann man? Der Arbeitsschutz hebt fragend die Augenbrauen. Denn die Maskenfreiheit gibt es ja nicht aus Mitgefühl, dass eine 8-Stunden-FFPirgendwas-Schicht zu hart wäre. Mund und Nase zeigen darf nur, wer andere Vorkehrungen getroffen hat: viel Abstand, Plexiglas oder die Selbstverpflichtung, nicht zu atmen.

Damit ist aber auch klar: Die gemeinsame Frühstückspause ist zur Hochrisikozone geworden. Hardliner schreiben daher vor, dass dabei zwingend immer eine Maske zu tragen ist. Auch während des Essens? Auch während des Essens. Und so sitzen die Apotheker, PTA und PKA sich ratlos gegenüber im Pausenraum. Niemand traut sich, in sein mitgebrachtes Brötchen zu beißen, das zu Hause liebevoll angerührte Salatdressing bleibt ungenutzt eingetuppert. Traurige neue Welt.

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