Corona-Impfstoff: Picovacc erfolgreich

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Berlin - Chinesische Forscher konnten erste Erfolge bei einem in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoff verzeichnen. In ersten Studien hat sich die Vakzine als wirksam erwiesen. Picovacc, so der Name des Präparates, ist ein Impfstoff der Firma Sinovac Biotech aus Peking. Durch die Injektion von Virusfragmenten, die selbst nicht mehr zur Replikation fähig sind, konnten Affen in ausreichenden Mengen Antikörper bilden und sich nicht mehr mit Sars-CoV-2 infizieren.

Picovacc erwies sich in der ersten Herausforderungsstudie an Affen als wirksam. „Unsere Studie zeigt, dass es nach der Injektion des inaktivierten Impfstoffes bei […] nichtmenschlichen Primaten, insbesondere dem Rhesusaffen, zur Bildung von Sars-CoV-2 neutralisierenden Antikörpern kommt. Tatsächlich zeigten die Ergebnisse, dass unser Impfstoffkandidat einen sicheren und vollständigen Schutz von Rhesusaffen gegen Sars-CoV-2-Stämme bot“, so Weidong Yin, CEO von Sinovac.

Die Arbeiten zur Entwicklung eines Impfstoffes begannen im Januar in Zusammenarbeit mit weiteren akademischen Forschungsinstituten in China. Im April erhielt Sinovac die Genehmigung zur Durchführung der Phase-I/II-Studien. Die Phase-I-Studie schließt 144 gesunde Erwachsenen im Alter von 18 bis 59 Jahren ein. An Menschen wird seit Mitte April getestet. Somit wird der Impfstoff nun erstmalig an einer kleinen Anzahl von gesunden Probanden unter kontrollierten Bedingungen angewendet. Die so gewonnenen vorläufigen Daten über Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik sollen schnellstmöglich durch die Durchführung der Phase-II-Studie erweitert werden. „Zu Beginn unserer Phase-I-Studien werden wir auch den Fortschritt unserer Forschung beschleunigen, um den weltweiten Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen.“, so Yin.

An Affen wirksam

Die ersten Ergebnisse der Tierstudie an Affen ist positiv: Die Injektion des Impfstoffes führte dazu, dass die Tiere ausreichend Antikörper bildeten, sodass sie durch die Gabe von Erregerfragmenten immun gegen Covid-19 wurden. Bei der aktiven Impfung werden entweder abgeschwächte Erreger (attenuierter Lebendimpfstoff) oder Bestandteile, die nicht mehr zur Replikation fähig sind, gespritzt. Folglich wird das körpereigene Immunsystem angeregt, Antikörper zu bilden. Die Forscher injizierten den Impfstoff in Rhesusaffen. Drei Wochen später wurden die Affen dem neuartigen Coronavirus ausgesetzt. Weitere sieben Tage später wurde die Viruslast kontrolliert. Die Affen, die die größte Dosis des Impfstoffs bekamen, hatten das Virus nicht in der Lunge – der Impfstoff erwies sich als wirksam. Die Tiere, die Picovacc nicht bekamen, entwickelten laut den Forschern alle eine schwere Pneumonie.

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