Impfstoffentwicklung abgeschlossen?

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Berlin - Es häufen sich Berichte darüber, dass es Forschern in einem israelischen Labor gelungen sei Antikörper gegen Covid-19 zu isolieren. Auch der Einsatz bei Covid-19 positiven Personen soll schon erfolgt sein und sich als wirksam ergeben haben. Ist die Entwicklung eines Impfstoffes damit tatsächlich abgeschlossen? Der Schritt sei ein „bedeutender Durchbruch" in Richtung einer möglichen Behandlung der Covid-19-Pandemie, sagte Israels Verteidigungsminister Naftali Bennett. Noch ist die Datenlage aus Israel sehr dünn.

Ersten Berichten zufolge wurde ein wirksamer Impfstoff-Kandidat gegen Covid-19 in einem israelischen Labor gefunden. Der am Israel Institute for Biological Research (IIBR) entwickelte neutralisierende monoklonale Antikörper kann nach Aussagen des Verteidigungsministers Sars-CoV-2 im Körper der Träger neutralisieren, sagte Bennett. Ob eine Testung am Menschen bereits stattfand ist nicht ganz klar – die Forscher halten sich zunächst bedeckt, viele Fragen bleiben offen. Der nächste Schritt stehe jedoch bereits fest: „In der nächsten Phase werden sich Forscher an internationale Unternehmen wenden, um den Antikörper im kommerziellen Maßstab herzustellen“, schreibt die „Times of Israel“.

Darüber hinaus liegen Berichte vor, dass Israel eine erste Impfstoffproduktionsanlage im Land errichten wird. Der Bau soll in Kooperation mit dem Israel Institute for Biological Research (IIBR) und einem internationalen Pharmaunternehmen entstehen. Das teilte ein Sprecher des Gemeinderats der Stadt Yeruham der Jerusalem Post mit. Diese Ankündigung erfolgte, nachdem das IIBR die Entwicklung eines Impfstoffes bekannt gegeben hatte.

Monoklonale Antikörper gegen Covid-19

Humanisierte monoklonale Antikörper könnten sich als wirksam gegen Sars-CoV-2 erweisen, da sie eine Verbindung mit dem Spike-Protein auf der Virus-Oberfläche eingehen, sodass das Virus nicht mehr in die Wirtszelle eindringen kann – es wird sozusagen neutralisiert. Humane monoklonale Antikörper bestehen vollständig aus menschlichen Aminosäuresequenzen. Bei humanisierten Antikörpern handelt es sich um Substanzen, die von Hybridomzellen einer anderen Spezies (zum Beispiel Mäuse) produziert werden.

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