Zulassungsempfehlung für Enerzair Breezhaler

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Berlin - Der Entwicklungscode lautet QVM149, der Name Enerzair Breezhaler. Das Medikament zur Behandlung von Asthma enthält drei Wirkstoffe und ist somit die erste fixe Dreierkombination, die nur einmal täglich angewendet werden muss. Die EMA hat die Zualssung des Arzneimittels empfohlen. Novartis kann somit das Portfolios der Breezhaler erweitern. Neben der Kombination ist auch der Inhalator an sich neu – ein eingebauter Sensor enthält einen Mikrochip mit Batterie, der die Inhalation automatisch in einem Inhalationstagebuch festhalten soll.

Novartis erhält von der EMA die Zulassungsempfehlung für einen Inhalator mit einer dreifachen Wirkstoffkombination. Im Enerzair Breezhaler sind Indacaterol, Glycopyrronium und Mometasonfuroat enthalten. Die Kombination der drei Wirkstoffe soll zu weniger Exazerbationen führen. Darüber hinaus kann die Behandlung die Lungenfunktion verbessern, urteilt die EMA. Enerzair soll innerhalb der Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit Asthma bronchiale eingesetzt werden. Das Präparat kombiniert den langwirksamen β2-Agonisten Indacaterol (114 µg) mit dem langwirksamen Muscarinrezeptor-Antagonisten Glycopyrronium (46 µg) und dem Kortison Mometasonfuroat (136 µg).

Indacaterol

Der Arzneistoff gehört zur Klasse der Beta-2-Sympathomimetika und bewirkt eine Bronchienerweiterung. Insbesondere das Auftreten von Atemnot lässt sich durch die Gabe des Wirkstoffes verbessern. Zur ausschließlichen Akuttherapie bei plötzlich eintretender Dyspnoe bei Asthma eignet sich Indacaterol nicht, da die Wirkung zeitverzögert eintritt. Der Arzneistoff gehört zu der Gruppe der sogenannten uLABA (ultra-long acting beta agonist), also zu den sehr lang wirksamen Beta-2-Sympathomimetika. Ein Vorteil gegenüber anderen Vetretern der LABA (Salmeterol, Formoterol) ist, dass eine Inhalation im Normalfall nur einmal täglich erfolgen muss. Zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören:

  • Entzündungen der den oberen Atemwegen
  • Sinusitis
  • Entzündungen im Nasenrachenraum
  • Kopfschmerzen
  • Hypertonie
  • Reizhusten
  • Halsschmerzen
  • Angina pectoris
  • wässriger Schnupfen
  • Atemwegskonstriktion
  • Bronchialkrampf

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