Sinovac: EMA prüft chinesischen Impfstoff

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Berlin - Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

Die Arbeiten zur Entwicklung eines Impfstoffes begannen im Januar 2020 in Zusammenarbeit mit weiteren akademischen Forschungsinstituten in China. Im April 2020 erhielt Sinovac die Genehmigung zur Durchführung der Phase-I/II-Studien. Im Dezember gab der Hersteller bekannt, dass der Impfstoff einen annähernd 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 (79,34 Prozent) bieten soll.

Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling Review-Verfahren. Danach werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Wie lange das Prüfverfahren dauern wird, ist unklar. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen. Drei weitere Präparate werden bereits länger nach dem Rolling Review-Verfahren geprüft: der mRNA-Impfstoff von Curevac, der russische Impfstoff Sputnik V und die Vakzine von Valneva.

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