Nach vier Jahren: Streit um Sanicare beigelegt

, Uhr

Berlin - Der Streit um die Versandapotheke Sanicare ist beigelegt. Die Witwe des verstorbenen Apothekers Dr. Volkmar Schein sowie dessen ehemalige Geschäftspartner Christoph Bertram und Detlef Dusel haben sich nach erbitterten Auseinandersetzungen vor verschiedenen Gerichten auf einen Vergleich geeinigt.

Zur Einigung selbst ist nichts bekannt; die Parteien geben aber eine gemeinsame Erklärung ab:

„In dem jahrelangen, zum Teil sehr engagiert geführten Rechtsstreit zwischen Frau Ingrid Schein als Erbin und Rechtsnachfolgerin von Herrn Dr. Volkmar Schein einerseits und Herrn Christoph Bertram wie auch Herrn Detlef Dusel – sowie diesen zugeordneten Gesellschaften – andererseits haben sich die Parteien nunmehr umfassend einvernehmlich und abschließend vergleichsweise geeinigt.

In den Rechtsstreitigkeiten waren wechselseitig mit großer emotionaler Beteiligung gravierende Vorwürfe erhoben worden. Die Parteien stellen nachdrücklich, auch der Presse gegenüber, klar, dass sie die erhobenen Vorwürfe nicht mehr aufrechterhalten und sich insofern auch für die wechselseitig erhobenen Vorwürfe nachdrücklich entschuldigen.

Die Parteien stellen weiterhin klar, dass die nunmehr geklärte Sichtweise auf die zugrundeliegenden Sachverhalte die abschließende Einigung letztlich ermöglicht hat.“

Schein hatte Sanicare – nach viermonatiger Planung mit seinen Geschäftspartnern – im Frühjahr 2013 aus dem Nachlassinsolvenzverfahren des verstorbenen Firmengründers Johannes Mönter zu einem Preis von 5,1 Millionen Euro erworben. Doch schon ein Jahr später wurde der Betrieb in eine offene Handelsgesellschaft (OHG) umgewandelt, 50 Prozent der Anteile wurden an Bertram übertragen. Am 4. November 2015 wechselten weitere 45 Prozent den Besitzer. Kurz darauf war Schein in stationärer psychiatrischer Behandlung. Wenige Tage nach einem weiteren Klinikaufenthalt verstarb er im Juli 2016 durch Suizid.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Booster, Studien, Wirksamkeit
Update Impfstoffe»
Modellprojekt Westfale-Lippe
Grippeimpfung in Apotheken startet»
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
„Entscheidet sich mit Einführung des E-Rezepts“
Fiege will für Apotheken ausliefern»
Verschließbare Box mit App-Kontakt
Botendienst mit Fernsteuerung»
Wie erzielt man Reichweite?
Instagram für die Apotheke»
Apotheker enttäuscht über Entschädigung
PTA muss 11.400 Euro an Ex-Chef zahlen»