Honorargutachten

5,80 Euro: Maximal 11 Minuten pro Rezept Lothar Klein, 11.12.2017 14:54 Uhr

Berlin - Als neues und ausreichendes Fixhonorar schlägt das vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) beauftragte Gutachten 5,80 Euro vor. Davon abgezogen werden muss noch der Apothekenabschlag von 1,77 Euro. Damit bleiben den Apothekern gerade mal 4,03 Euro. Genug, errechneten die 2hm-Gutachter. Denn pro Arzneimittel-Packung fallen durchschnittlich fünf bis sieben Minuten Beratungszeit an, pro Rezept elf Minuten. Und den Zyto-Apothekern attestiert das Gutachten ein viel zu hohes Einkommen. Dieses sollte mehr als halbiert werden.

Die Gutachter schlagen – wie bereits berichtet – auf der anderen Seite eine Steigerung des variablen Honoraranteils von derzeit 3 Prozent auf 4,8 Prozent vor. Damit sollen die Kosten der Apotheken für die Warenwirtschaft in Höhe von 1,4 Milliarden Euro gedeckt werden. Zu überlegen sei, diesen Prozentsatz zu deckeln „und damit breiter auf die Apotheken zu verteilen“, heißt es im Gutachten.

Das Fixhonorar dient laut Gutachten zur Deckung der übrigen Kosten, nämlich Personal- und Gemeinkosten wie Miete und dergleichen. Der absolute Festzuschlag sei in 2018 mit 5,80 Euro „kostendeckend“, rechnet das Gutachten vor. Die Berechnungen beruhen auf der aktuellen Kostenstruktur der Apotheken, einschließlich der bis 2018 zu erwartenden Kostensteigerungen.

Die Gutachter haben dieser Rechnung bestimmte Zeitkontingente zugrunde gelegt. Diese ergeben sich aus der zu Jahresbeginn durchgeführten Befragung von Apothekern. Pro Rx-Packung benötigt der Apotheker danach drei Minuten für die Warenwirtschaft „in der aktuell dafür verantwortlichen Teamstruktur“. Für die pharmazeutische Beratung veranschlagen die Gutachter „durchschnittlich fünf bis sieben Minuten Zeit pro Packung“. Diese Zeit sei im Wesentlichen der Beratung zuzuordnen: „GKV-Rezepte enthalten durchschnittlich 1,6 Verordnungen, dass heißt, das für ein Rezept acht bis elf Minuten Zeit zur Verfügung stehen.

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