Honorargutachten

Apotheker halten Umverteilung für sinnvoll APOTHEKE ADHOC, 07.12.2017 11:16 Uhr

Berlin - Sollte es irgendwann eine neue Regierung geben, ist eine unangenehme Debatte über das Apothekenhonorar unvermeidlich. Zumindest sind sich die Teilnehmer einer Umfrage von APOSCOPE aus der Reihe ACAlert im Auftrag von ACA Müller ADAG Pharma darüber weitgehend einig. Eine Mehrheit wäre der Idee gegenüber aufgeschlossen, eine Umverteilung zwischen großen und kleinen Apotheken vorzunehmen.

Bei der Umfrage am 1. Dezember stimmten 53 Prozent der Teilnehmer der Aussage voll oder überwiegend zu, dass auf die Apotheken „eine Honorardebatte mit negativen Konsequenzen“ zukommt. Weitere 23 Prozent können sich das zumindest vorstellen. Dagegen rechnen nur 7,5 Prozent nicht damit. 16 Prozent konnten hierzu keine Angabe machen.

Da in dieser Woche weitere Details aus dem Honorargutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) bekannt geworden sind, dürfte sich die Befürchtung aktuell sogar noch verstärkt haben. Vor allem die Inhaber unter den insgesamt 305 Befragten waren aber schon zuvor misstrauisch: Fast 80 Prozent von ihnen erwarten eine wenig erfreuliche Debatte über ihre Einkünfte. Bei ihren Angestellten gibt es deutlich mehr Unentschiedene in dieser Frage.

Dem Gutachten zufolge ist die Fixpauschale von derzeit 8,35 Euro viel zu hoch. Sie sollte auf 5,80 Euro gesenkt werden, so die Empfehlung, damit mehr Geld für die Herstellung von Rezepturen und den Notdienst verteilt werden kann. Außerdem sollen die Großhandelsrabatte weitgehend gestrichen werden. Mit diesen Maßnahmen wäre aus Sicht der Gutachter unter anderem eine Umverteilung zugunsten kleinerer Landapotheken realisierbar.

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