APOSCOPE

Wo die Kollegen kleckern und klotzen

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Berlin -

Nein, ein goldenes Jahr erwarten die Apotheker 2018 nicht. Allerdings ist die Branche insgesamt auch vorsichtig geworden. Im Rückblick war 2017 für viele Inhaber mit Blick auf die eigenen Apotheke doch gar nicht so schlecht. Laut einer APOSCOPE-Umfrage werden die Apotheker im neuen Jahr trotzdem zunächst zurückhaltend mit Investitionen sein. Immerhin: Einsparungen planen nur die wenigsten.

Trotz befürchteter Honorareinbußen und womöglich verschlechterter Einkaufskonditionen wollen mehr Inhaber im neuen Jahr Personal einstellen (22 Prozent) als die Größe des Teams zu reduzieren (14 Prozent). Von einem unveränderten Personalbestand geht die Mehrheit (62 Prozent) der Teilnehmer aus.

Auch eine Ausweitung des Botendienstes dürfte 2018 in mancher Offizin auf dem Programm stehen: 12 Prozent gaben an, in diesem Bereich investieren zu wollen, halb so viele (6 Prozent) wollen bei den Fahrten sparen. Wiederum eine sehr deutliche Mehrheit von 80 Prozent will den Botendienst im bisherigen Umfang anbieten.

Offensichtlich ein Segment für Investitionen ist die Digitalisierung – schon als Antwort auf den Online-Handel. 34 Prozent der Inhaber wollen sich hier verstärken, wobei in der Umfrage keine konkreten Maßnahmen abgefragt wurden. 60 Prozent sind mit dem Umfang der Digitalisierung in ihrer Apotheke fürs Erste zufrieden, nur vereinzelt (2 Prozent) wollen Inhaber in diesem Bereich sparen.

Herzstück der Technik in der Apotheke ist das Warenwirtschaftssystem. Investitionen sind hier etwa Aktualisierungen der Soft- und Hardware oder zusätzlichen Kassenarbeitsplätzen. Jeder zehnte Inhaber will dafür Geld in die Hand nehmen. Fast ebenso viele (8 Prozent) planen dagegen Einsparungen. Bei 82 Prozent entspricht die Apotheken-EDV aktuell den Anforderungen, sodass es keine Veränderungen geben soll.

Eine größere Investition für Apotheker ist die Anschaffung eines Kommissionierers. 6 Prozent der befragten Inhaber wollen in die Automatisierung investieren. Dagegen planen 12 Prozent in diesem Bereich Einsparungen – wie auch immer diese im konkreten Einzelfall aussehen mag. Die Mehrheit von 68 Prozent plant keine Veränderung, 14 Prozent haben zu dieser Frage keine Angabe gemacht.

Eine neue Einrichtung muss dagegen in jeder Apotheke von Zeit zu Zeit her. 14 Prozent der Inhaber wollen 2018 in ihr Mobiliar investieren, 8 Prozent möchten weniger ausgeben. 76 Prozent der Inhaber planen keine Veränderungen an ihrer Einrichtung.

An der Umfrage von APOSCOPE nahmen am 21. Dezember 2017 insgesamt 306 Apotheker und PTA teil, darunter 50 Inhaber oder Apothekenleiter.

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