Das Gutachten ist da

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Berlin - Das Honorargutachten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ist veröffentlicht. Auf 256 Seiten widmen sich die Experten der beauftragten Unternehmensberatung 2hm der Ausgestaltung der Handelsspannen von Apotheken und Großhandel. Zuvor waren bereits unautorisierte Versionen bekannt geworden.

Das Gutachten trägt den Titel „Ermittlung der Erforderlichkeit und des Ausmaßes von Änderungen der in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelten Preise“. Die heute veröffentlichte Version trägt die Bezeichnung 1.20 und entspricht der Variante vom 27. November in redaktioneller Überarbeitung.

Viel verändert hat sich an den Plänen nicht, einige Zahlen wurden nachjustiert. So soll die prozentuale Spanne für die Apotheken auf 5 statt 4,8 Prozent erhöht werden. Derzeit liegt sie bei 3 Prozent. Der Fixzuschlag soll dagegen reduziert werden: von 8,35 Euro auf 5,84 Euro. Das sind 4 Cent mehr als bislang vorgesehen.

Der Notdienstzuschlag soll von 16 auf 33 Cent verdoppelt werden, zuletzt war eine Anhebung auf 26 Cent vorgesehen. Die Notsdienstgebühr soll unverändert bei 2,50 Euro bleiben.

Bei Rezepturen sollen Apotheken statt 90 Prozent nur noch 5 Prozent auf die Stoffe aufschlagen dürfen. Vorgesehen waren im Entwurf 4,8 Prozent. Dafür soll der Arbeitspreis von derzeit mindestens 3,50 Euro deutlich steigen. Allerdings sind nicht mehr 27 bis 60 Euro vorgesehen, sondern 31 bis 61 Euro. Auch der Fixzuschlag sowie der Notdienstzuschlag sollen bei Rezepturen abgerechnet werden können.

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