Gehe will seine Prozente verteidigen

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Berlin - Das kürzlich veröffentlichte Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes zur Reform der Apothekenvergütung treibt nicht nur die Apotheker zur Weißglut. Auch für die Großhändler können sich die Kassen eine Anpassung des Honorars vorstellen. Der Stuttgarter Großhändler Gehe fordert dagegen eine Erhöhung der Großhandelsvergütung. Die im 2hm-Gutachten vorgesehene Anpassung des Fixums gehe da schon in die richtige Richtung – wäre da nicht die vorgeschlagene Absenkung des variablen Zuschlags.

Insgesamt 30 Millionen Euro würden die Pläne aus dem Positionspapier „Neuordnung der Apothekenstrukturen und -vergütung“ allein Gehe kosten, beschwerte sich Geschäftsführer Dr. Peter Schreiner kürzlich. Der Betrag entspricht Gehes Marktanteil von 15 Prozent an den 200 Millionen Euro, die der GKV-Spitzenverband durch eine Anpassung der Zuschläge des Großhandels einsparen will.

Seit 2012 erhalten die Großhändler einen Fixzuschlag von 70 Cent pro Packung zuzüglich eines variablen Zuschlags von 3,15 Prozent. Letzterer ist jedoch bei 37,80 Euro gedeckelt – Hochpreiser sind also im Verhältnis weniger rentabel. In den Verhandlungen zum AMNOG 2009 und 2010 hatten die Großhändler eigentlich 90 Cent pro Packung gefordert, der damalige Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verlangte jedoch, dass sie einen Beitrag von 200 Millionen Euro leisten müssen. Das entsprach der Absenkung von 90 auf 70 Cent pro Rx-Arzneimittel.

Auch insgesamt habe der Großhandel seit 2012 aufgrund der AMNOG-Sparmaßnahmen mit gesunkenen Margen bei gleichzeitig steigenden Kosten zu kämpfen, beklagt Gehe. Grund für die gestiegenen Kosten seien vor allem die Umsetzung europäischer sowie nationaler Regulierungen wie den GDP- sowie FMD-Guidelines. Diese zögen höhere Personal-, Verwaltungs- und Transportkosten nach sich, so der Stuttgarter Großhändler.

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