Apothekenkooperationen

Gesund leben: Kassen haben kein Herz für Patienten APOTHEKE ADHOC, 13.06.2018 15:02 Uhr

Berlin - Die Kooperation Gesund leben schießt scharf gegen das Positionspapier des GKV-Spitzenverbandes zur Reform des Apothekenhonorars. Die Forderungen zeigten, dass den Kassen das Patientenwohl nicht am Herzen liege, so der Beiratsvorsitzende Christian Flössner.

„Die ureigenste Aufgabe der Krankenkassen kann es nicht sein, Geldberge anzuhäufen, sondern die Versorgung der Versicherten zu unterstützen“, so Flössner. Die Forderungen des GKV-Spitzenverbands, beispielsweise das Leistungsspektrum der Apotheken zu verkleinern oder die Öffnungszeiten zu reduzieren, seien deshalb „absolut kontraproduktiv“. Stattdessen sollten die Kassen ihre Anstrengungen im Bereich der Prävention verstärken, fordert der Apotheker. „Hier kann die Apotheke künftig eine zentrale Rolle einnehmen.“

Einsparungen von mehr als einer Milliarde Euro bei den Apothekern, wie sie in dem Positionspapier gefordert werden, konterkarieren Flössner zufolge das Ziel, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Genau das solle der GKV-Spitzenverband aber eigentlich tun. „Nur wem das Patientenwohl nicht am Herzen liegt, fordert derartige Einsparungen“, so der Inhaber der Saxonia-Apotheke in Dresden. „Offensichtlich möchten die Kassen gut funktionierende Strukturen zerschlagen.“

Gehe-Geschäftsführer Dr. Peter Schreiner betonte wiederum den wirtschaftlichen Schaden, den die geforderten Einsparungen für den Großhandel bedeuten würden. 30 Millionen Euro würden die Einbußen alleine für Gehe jährlich betragen. „Auf dieser Basis lässt sich ein zuverlässiger vollversorgender Pharmagroßhandel nicht betreiben.“ In diesem Zusammenhang erneuerte Schreiner auch die Forderungen nach einer Erhöhung der Großhandelsvergütung von 70 auf 96 Cent pro Packung.

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