Sorge bei Gehe

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Berlin - Gehe setzt den Lobbykurs fort: Der Großhändler hat beim CDU-Politiker Tino Sorge um eine Anpassung des Honorars geworben. Das Bundestagsmitglied besuchte die Magdeburger Niederlassung. Der Großhändler nutzte die Möglichkeit, um auf gestiegene Kosten hinzuweisen. Der Jurist sagte zu, in einer Debatte um eine „mögliche Neuregelungen der Vergütung“ die gestiegenen Anforderungen zu berücksichtigen.

Sorge ließ sich in Magdeburg den laufenden Betrieb zeigen. Gehe-Mitarbeiter führten ihn durch das Lager, zeigten Kommissionierautomaten und wie die Arzneimittel in die Wannen gelangen. Mit dabei war unter anderem Manuela-Andrea Pohl, die den neu geschaffenen Bereich Public Affairs leitet und die Interessen des Großhändlers bei politischen Entscheidungsträgern und Organisationen vertreten soll. Vor einem Monat hatten Firmenchef Dr. Peter Schreiner und Andreas Thiede, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, bei den Gesundheitspolitikerinnen Karin Maag (CDU) und Martina Stamm-Fiebich (SPD) für eine Erhöhung der Vergütung geworben. Bei diesem Termin traf die Geschäftsführung auch Sorge. „Im Anschluss an das Gespräch bat Herr Sorge um einen Besichtigungstermin in der Gehe-Niederlassungen in Magdeburg“, so ein Firmensprecher.

Der Politiker war anderthalb Stunden vor Ort. Themen beim Besuch in Magdeburg waren unter anderem die aktuelle Situation des Gesundheitsmarktes in der Landeshauptstadt, Sachsen-Anhalt sowie im gesamten Bundesgebiet. Sorge war von der Logistik angetan: Die Besichtigung der Niederlassung habe gezeigt, welche Leistung der Großhändler vollbringe, um Apotheken mehrmals täglich vollversorgend mit Medikamenten beliefern zu können. „Der Pharmagroßhandel ist zweifelsohne ein elementarer Teil des deutschen Gesundheitssystems.“

Bei dem Treffen wurde laut Gehe auch über die Veränderung des Arzneimittelmarktes gesprochen. Die Zahl der hochpreisigen Arzneimittel sei ebenso gestiegen wie die Zahl der Arzneimittel, die besonders kompliziert zu handhaben seien, darunter Betäubungs- und Kühlmittel. Zudem steige die Zahl der Rabattverträge, die derzeit bei rund 27.000 liege. Zudem wies der Großhändler darauf hin, dass auch die Personal-, Dokumentations- und Transportkosten durch die Umsetzung europäischer wie nationaler Regulierungen stetig steige.

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