Pharmagroßhandel

Gehe trommelt für Honorarreform APOTHEKE ADHOC, 24.04.2018 12:34 Uhr

Berlin - Wenn der Großhandelsverband Phagro nicht durchdringt, müssen die Mitgliedsfirmen ran: Gehe trommelt für eine Erhöhung der Vergütung. Bei Gesprächen mit den Gesundheitspolitikerinnen Karin Maag (CDU) und Martina Stamm-Fiebich (SPD) drängten Firmenchef Dr. Peter Schreiner und Andreas Thiede, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, darauf, dass die Honorare an die gestiegenen Kosten angepasst werden.

Schreiner klagte, dass die Kosten, die der Großhandel zu tragen habe, in den letzten Jahre enorm gestiegen seien. Insbesondere die 2013 in Kraft getretenen Richtlinie Good Distribution Practice (GDP) mache sich dabei bemerkbar: So müssen beispielsweise zusätzlichen Lagerbereiche klimatisiert werden. „Wir setzen die hohen Standards für den pharmazeutischen Großhandel, beziehungsweise in der Form der GDP-Richtlinie zur Gewährung der Arzneimittelsicherheit, konsequent um. Dies hat bereits in den vergangenen drei Jahren und wird auch in Zukunft enorme finanzielle Belastungen mit sich bringen“, beteuert Schreiner.

Außerdem erwartet Gehe einen weiteren Investitionsbedarf durch die europäische Fälschungsrichtlinie, die ab Februar 2019 gilt und einen dauerhaften technischen und administrativen Mehraufwand bedeute. „Im Gegenzug muss der Gesetzgeber die sinkenden Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Kosten durch eine Vergütungsanpassung berücksichtigen“, so Schreiner.

Das sei notwendig, um die Leistungsfähigkeit des Pharmagroßhandels langfristig sicherzustellen. „Nur dann wird den Apotheken auch langfristig ein verlässlicher Partner zum Wohle der Patienten zur Verfügung stehen.“

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