Großhandelsmarge

Kassen: „Apotheken profitieren einseitig“

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Berlin -

Der GKV-Spitzenverband hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, die Empfehlungen des 2hm-Gutachtens zum Apotheken- und Großhandelshonorar umzusetzen: „Ziel der Arzneimittelpreisverordnung muss es sein, die Höhe der Vergütung leistungsgerecht festzulegen“, heißt es in der Stellungnahme des Kassenverbandes zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Außerdem lehnt der GKV-Spitzenverband die Pflicht zur Erstattung der beiden preiswertesten Impfstoffe ab.

Das von Spahn vorgeschlagene Rabattverbot für das 70 Cent-Fixteil der Großhandelsmarge ist laut GKV-Spitzenverband nur ein „erster Schritt“. Der GKV-Spitzenverband schlägt stattdessen vor, das Fixhonorar auf 96 Cent zu erhöhen und den variablen Anteil auf 0,53 Prozent, höchstens jedoch 6,36 Euro zu begrenzen. Ziel der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) sei die Sicherstellung einheitlicher Preise für Arzneimittelhersteller. Während die Apothekenvergütung angesehen werden, gebe es in der Beziehung zwischen Apotheken und pharmazeutischen Großhändlern die Möglichkeit, Rabatte zu verhandeln.

Von diesen Rabatten profitieren jedoch nicht die Patienten oder die Solidargemeinschaft „sondern allein die Apotheken“, kritisiert der Kassenverband. Dies sei ordnungspolitisch nur schwer nachvollziehbar. „Sofern substantielle Rabatte auf Ebene der Großhändler gewährt werden können, müsste konsistenterweise auch die Vergütung der Apotheken als Höchstvergütung ausgestaltet werden“, schreibt der GKV-Spitzenverband: „Die derzeitige Regelung lässt einseitig Apotheken profitieren“.

Die Möglichkeit, substantielle Rabatte auf die in der AMPreisV vorgesehene Vergütung zu geben, spreche auch nicht für eine adäquate Höhe dieser Vergütungsbestandteile. Eine empirische Grundlage für eine adäquate Festlegung der Großhandelsvergütung finde sich im 2hm-Gutachten „Ermittlung und Erforderlichkeit des Ausmaßes der in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelten Preise“. Die Gutachter hätten festgestellt, „dass die derzeitige Vergütung nicht leistungsgerecht ist und nicht den tatsächlichen Ressourcenaufwand widerspiegelt“.

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