Kamera überführt PKA

, Uhr aktualisiert am 21.08.2017 09:45 Uhr

Berlin - Diebstahl in Apotheken gibt es auf beiden Seiten – vor und hinter dem HV-Tisch. Wie schmerzhaft es ist, von der eigenen PKA beklaut zu werden, musste ein Apotheker aus dem Norden machen. Manchmal sind es diejenigen, denen man es nicht oder am wenigsten zutraut.

Die Software vergisst nichts, dennoch gibt es Wege, an der Legalität vorbei in die Kasse zu greifen. Und doch ist es eine Frage der Zeit, bis die Tat ans Tageslicht kommt. Eine Liste konnte Gelddiebstähle einer PKA aufdecken. Dachte man zuerst an Wechselgeldfehler, entpuppte sich der Diebstahl als präzise ausgeklügelt.

Das Kassenbuch wird in Apotheken nicht immer vom Inhaber oder Filialleiter geführt. Die Aufgabe kann auch auf PTA oder PKA übertragen werden. Wer damit beauftragt wird, genießt ein besonders großes Vertrauen, umso schmerzhafter kann es werden, wenn genau diese Person in die Kasse greift. Ein Apotheker hatte zwei PKA mit der Kasse beauftragt. Am Morgen dokumentierten sie im Wechsel die Tagesumsätze für die sechs Kassen.

Wechselgeldfehler passieren hin und wieder. Um Fehlerquellen auszuschließen, haben die Apothekenmitarbeiter eine feste Kasse. Das Einzählen des Wechselgeldes wird durch Namenszeichen bestätigt. In der Vergangenheit fielen häufig glatte Beträge auf, die in der Wechselgeldkasse fehlten. Aus diesem Grund hatte sich der Apotheker für diesen Weg entschieden. Mit Erfolg – die Kassen stimmten.

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