Der Dieb im Haus

, Uhr aktualisiert am 01.10.2013 16:30 Uhr

Berlin - Bei der Einstellung von Mitarbeitern sollten Apotheker lieber zu misstrauisch sein als allzu offenherzig. Das zeigt ein Fall aus dem Südwesten Deutschlands: In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Südhessen ist seit Jahren ein Apotheker unterwegs, der sich als Chefvertretung oder Filialleiter anstellen lässt – und angeblich seine Arbeitgeber bestiehlt. Der Kammer sind nach eigenem Bekunden die Hände gebunden.

Eine ganze Reihe Apotheker sind dem Kollegen seit 2010 zum Opfer gefallen. Zunächst war die Spielsucht des Apothekers aufgefallen: Er habe den ganzen Tag an den Apothekencomputern gepokert und Sportwetten abgeschlossen, berichtet ein Apotheker, bei dem der Pharmazeut im Herbst 2010 angestellt war. In einer anderen Apotheke soll er sogar gepokert haben, während er Kunden bedient habe.

Der Apotheker soll Geld unterschlagen und Arzneimittel gestohlen haben. Verschiedene Inhaber berichteten von jeweils mehreren Tausend Euro Schaden, die ihnen durch den Pharmazeuten entstanden seien. „Der klaut vom ersten Tag an“, so eine Apothekerin, die ihn 2011 für zwei Monate als Filialleiter beschäftigt hatte.

„Er löscht Vorgänge aus der Kasse, bevor sie abgeschlossen sind“, erklärt ein weiterer Apothekeninhaber, bei dem der Mann in diesem Frühjahr gearbeitet hat. Bei Barzahlungen sei die Ware an den Kunden abgegeben worden, der Bezahlvorgang aber Zeile für Zeile wieder storniert worden. Die Geldscheine soll der Mann gefaltet, in der hohlen Hand versteckt und in die Hosentasche gesteckt hab

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