Profidiebe auf Beutezug in Easy-Apotheke

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Berlin - Wenn die Kunden „vergessen zu bezahlen“, kann der Apotheke ein nicht unerheblicher Schaden entstehen – der aus eigener Tasche gezahlt werden muss. Worauf die Kunden es abgesehen haben, welche Tricks angewandt werden und wie Apotheker versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten, berichtet der Inhaber der Easy-Apotheke Wilmersdorfer, Apotheker Alexander Irrgang, aus eigener Erfahrung.

Die Easy-Apotheke in der Wilmersdorfer Straße in Berlin ist hochfrequentiert und hat beinahe täglich mit Diebstählen zu kämpfen. Rechnet man den Schaden hoch, macht Irrgang monatlich im Durchschnitt auf den Nettoumsatz gerechnet 0,3 Prozent Verlust – „eigenes Risiko“, so der Apotheker, welches jedoch bei einem durchschnittlichen Rohertrag von über 30 Prozent gut zu verkraften ist.

Die Apotheke ist ein Hotspot im Kiez, die große Freiwahl ideal für Diebe. Irrgang und sein Team kämpfen gegen Einzeltäter und Banden. „Die Täter sind bunt gemischt. In der Wilmersdorfer hat es beinahe einen Bandencharakter, am Ku`damm war es auch schon mal eine ältere Stammkundin.“

Meist geht alles ganz schnell, vor allem wenn Banden auftreten, binnen weniger Minuten sind die Regale leergeräumt. Auch wenn die Mitarbeiter aufpassen, haben sie kaum eine Chance. „Die Diebe kommen mit präparierten Taschen, große Aldi- oder Lidl-Beutel, die innen mit Alufolie verklebt sind, die Warensicherungs-Antennen schlagen dann oft nicht mehr an.“ Das Team sichert die Packungen der Freiwahl, aber landen diese in Kühltaschen oder den präparierten Tüten, bleibt der Alarm oftmals aus. Um sich zu schützen, stehen vor einigen Produktreihen nur noch Leerpackungen in den Regalen.

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