Pöbeleien und Schlägereien vor Apotheke am ZOB

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Berlin - Belästigungen, Pöbeleien, Schlägereien, Müll, Drogenkonsum: Der Arcaden-Durchgang zwischen dem Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB) und der Strengerstraße in Gütersloh gilt seit Jahren als Brennpunkt. Besonders betroffen ist das anliegende Ärztehaus und die Apotheke am ZOB. Jetzt soll damit Schluss ein. Die „dunkle Gasse“ soll verschwinden. Der Antrag für den Umbau ist bereits gestellt.

Die Apotheke und die darüber liegenden Arztpraxen leiden seit etlichen Jahren unter den Missständen. „Der Durchgang ist zum Rückzugsort von Jugendlichen geworden“, berichtet Dr. Bertram Brockschnieder, der die Apotheke am ZOB vor rund anderthalb Jahren übernommen hat. Er beklagt sich über den Lärm, Müll und aggressives Verhalten der jungen Männer. Pöbeleien und Raufereien seien an der Tagesordnung. Es würden auch schon mal Messer gezückt.

Auch seine Vorgänger seien teilweise wegen der Zustände vor der Apotheke der Verzweiflung nahe gewesen, erzählt Brockschnieder. „Im Juli ist es hier zu mehreren Pyrotechnik- und Pfefferspray-Attacken gekommen“. Die Jugendlichen sollen regelmäßig Böller vor die Füße der Passanten werfen. „Viele haben schlicht Angst, sich dem Ärztehaus und der Apotheke zu nähern.“

Eigentlich befinde sich das Ärztehaus an einem tollen Standort, sagt der Apotheker. „Es ist mitten in der Stadt. Es gibt Parkplätze und eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Brockschnieder. „Wir müssen aufpassen, dass solche untragbaren Zustände den Standort nicht diskreditieren.“ Es sei schwer genug, die wohnortnahe beziehungsweise gut erreichbare Gesundheitsversorgung in der Innenstadt zu erhalten.

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