Dresden

Saxonia-Apotheke: Plötzlich Gefahrenzone Silvia Meixner, 06.08.2018 15:23 Uhr

Berlin - Die Saxonia-Apotheke von Christian Flössner liegt neuerdings in einer Zone von „Gefährlichen Orten“ in Dresden. Das erfuhr der Apotheker aus der Zeitung. Seine Offizin in der Altstadt befindet sich laut Einschätzung des sächsischen Innenministeriums in einem Brennpunkt von Diebstählen, Raubüberfällen, Drogenhandel und Schlägereien.

Teile der Altstadt sind jetzt also gefährlich. Vor der Haustür in der Prager Straße gibt es seit Jahren Kriminalität aller Art, aber der Apotheker sieht‘s relativ gelassen. „Natürlich ist das hier ein Milieu, in dem mit Drogen gedealt wird. Schließlich befinden wir uns in der Nähe eines Bahnhofs, das ist in allen Städten so.“ Man werde als Passant angesprochen, ob man Bedarf an Drogen habe. „Aber wenn man ablehnt, wird man nicht weiter belästigt“, sagt Flössner.

Andere Menschen im Viertel sehen das anders. In der Bild-Zeitung sagte zum Beispiel der Direktor des Pullman Hotels: „Manche Gäste sind schon besorgt, Ausländerkriminalität und Drogenszene werfen kein gutes Licht auf die Stadt. Unser Hotel grenzt an den Bahnhofsvorplatz.“ Nachts beschäftigt das Unternehmen Security-Mitarbeiter.

Eine Anwohnerin beklagt: „Kürzlich fummelte nachts jemand an meinem Türschloss, durch den Spion sah ich einen Mann. Ich haben ihn durch die Tür angebrüllt, da ist er abgehauen.“ Die Frau ist 84 Jahre alt und wohnt seit 17 Jahren im Viertel.

Apotheker Flössner: „Das Bahnhofsviertel hier ist atypisch. In vielen anderen Städten sind die Straßen in Bahnhofsnähe reine Büroviertel. Hier in Dresden ist das anders, hier wohnen viele Menschen. Neben meiner Apotheke befindet sich ein zwölfgeschossiges Wohnhaus.“

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